Die Vorbereitung des TuS Laer

Ambitionierter Verfolger

Laer

Für ganz oben dürfte es für den TuS Laer in der neuen Saison wahrscheinlich nicht reichen, doch auf die Truppe von Trainer Ron Konermann dürfen die Kenner der Kreisliga A gespannt sein. Auch, weil ein Torjäger viel an sich gearbeitet hat.

Marc Brenzel

Trainer Ron Konermann (l.) und sein neuer Co-Trainer Kai Bröker (r.) freuen sich auf die Zusammenarbeit mit Robin Drees (2.v.l.) und Jan Wilpsbäumer. Foto: TuS Laer

Sich großartig nach neuen Spielern umzusehen, das brauchte Ron Konermann nicht. „Wir hatten keine Abgänge, und wir sind mit der Qualität des Kaders sehr zufrieden. Daher haben wir es bei punktuellen Verstärkungen belassen“, begründet der Trainer des TuS Laer seine Zurückhaltung auf dem „Transfermarkt“.

So sind es auch nur zwei frische Kräfte, die Konermann und sein neuer Co-Trainer Kai Bröker im Team begrüßen durften. Robin Drees kommt vom TuS Altenberge II und ist für das defensive Mittelfeld eingeplant. „Er geht auch dorthin, wo es weh tut, läuft die Lücken gut zu und hat seine Stärken in der Balleroberung. Ein Führungsspieler, in Altenberge war er Vize-Kapitän“, lobt Konermann den Sechser.

Auf der rechten defensiven Bahn ist Eigengewächs Jan Wilpsbäumer zu finden. „Er hat eine gute fußballerische Ausbildung genossen. Seine Leistungen sind für mich die positive Überraschung der Vorbereitung“, stellt Konermann dem Youngster ein starkes Zwischenzeugnis aus.

Bis es am 6. September mit der Meisterschaft los geht, will Konermann zwei Schwachstellen ausgemerzt haben: die Defizite in der Defensive und die fehlende Torgefahr in der Breite.

Die 45 Gegentreffer in 19 Spielen sind dem Coach ein echter Dorn im Auge: „Es kann nicht sein, dass wir immer drei oder vier Tore schießen müssen, um zu gewinnen. Ich fände es besser, mal einen 1:0-Vorsprung zu halten.“ Konermann nimmt in diesem Zusammenhang alle Mannschaftsteile in die Pflicht: „Das ist nicht nur eine Sache der Abwehrspieler, das Verteidigen fängt für mich schon vorne an.“

Offensiv war der TuS in der Vorsaison zu leicht auszurechnen. 22 der 43 erzielten „Buden“ gingen auf das Konto von Marcel Exner. Als zweitbeste Torschütze folgt Nico Stippel, der es auf gerade sechs Einschüsse bringt. „Ich würde mir auch mal andere Leute als Torschützen wünschen. Nico, mein Bruder Leon oder Jannik Oldach zum Beispiel. Aber auch unsere großen Jungs wie Hannes Medding können gerne ihre vorhandene Lufthoheit ausspielen“, erklärt Konermann.

Apropos Exner: Der Man mit der Rückennummer neun hat in der Pause viel für seine Fitness getan und acht Kilo abgenommen. Konermann ist sich sicher: „Das tut Marcel gut, das tut uns gut, und das tut dem Gegner weh.“

Erster Kontrahent in der Meisterschaft ist übrigens der FSV Ochtrup – für Konermann der Top-Favorit auf den Aufstieg. Seine Elf sieht der TuS-Trainer im ambitionierteren Verfolgerfeld: „Besser als Platz sieben, für ganz weit oben sind wir noch zu jung. Da fehlen noch ein paar Qualitäten.“

  • Die Testspiele des TuS Laer: Samstag bei Westfalia Osterwick; Donnerstag bei SW Havixbeck; 27. August gegen Emsdetten 05 II; 29. August gegen Emsdetten 05 und 1. September gegen TuS Graf Kobbo Tecklenburg.
Startseite