Reiten: Turnierdurchführung steht erneut auf der Kippe

Ausweichtermine stehen bereits

Kreis Steinfurt

Wo, wie und wann in dieser Saison um Schleifen geritten werden kann, steht noch nicht zu 100 Prozent fest. Corona sorgt dafür, dass einige Turniere auf der Kippe stehen beziehungsweise schon abgesagt worden sind. Andere Veranstalter haben einen Plan B in der Schublade, sollte es mit einer Ausrichtung am eigentlichen Termin nichts werden.

Marc Brenzel

Stephan Gerdener vom RV Laer ist ein gern gesehener Gast bei den Turnieren im Kreisgebiet. Ob er allerdings in Ochtrup, Metelen oder Altenberge an den Start gehen kann, ist noch fraglich. Foto: Thomas Strack

Der Sommer ist auch für die Reiter die schönste Zeit des Jahres. Eine Zeit, an der sich Turnier an Turnier reiht und in der an jedem Wochenende prima Spring- und Dressursport zu bewundern ist. Corona verdirbt diese Laune, denn viele Wettbewerbe stehen auf der Kippe oder sind gar schon abgesagt.

Der Reit- und Fahrverein Ochtrup lädt traditionell Mitte Juni auf seine Anlage am Kreuzweg ein. Diesen Termin haben die Töpferstädter noch nicht ganz aus dem Auge verloren. „Bis zum 31. Mai sind ja keine Großveranstaltungen zugelassen, aber wir gucken mal, wie sich alles so entwickelt. Ob dann was möglich ist, und wenn, dann wie. Ob mit oder ohne Zuschauer“, erklärt Vorstandsmitglied Andrea Wilk.

Der RuF plant wie im Vorjahr zweigleisig. Sollte der Termin im Juni (17. bis 20.) nicht gehalten werden können, ist eine Alternative für den 2. bis 5. September vorgesehen. „Wir haben mit dem Kreisreiterverband und der Reiterlichen Vereinigung gesprochen und haben jetzt zwei Termine geblockt. Wir sind auf jeden Fall vorbereitet, unser Hygienekonzept steht“, betont Wilk. Egal, ob im Juni oder September – die Ochtruper präsentieren ein spannendes Programm mit zwei S-Springen als Höhepunkte.

Zwei Wochen später geht es in der Regel in der Metelener Heide um Schleifen. Anfang Juli ist der ZRFV an der Reihe. Und der will trotz Corona . . . „Wir haben alles schüssig und können schnell loslegen. Die Sponsoren haben uns ihre Zusagen gegeben“, verrät Geschäftsführer Ludger Palster. „Jetzt gucken wir mal, ob die Schutzverordnung ein Turnier im Juli zulässt.“

Sollte das nicht der Fall sein, dann wollen die Reiter aus der Vechtegemeinde auf Anfang Oktober ausweichen. Das funktionierte bereits im Vorjahr gut. Sicher ist laut Palster aber eines: „Wir wollen die ländlichen Reiter und Amateure dabei haben. Nur für die Profis veranstalten wir kein Turnier.“

„Wir hoffen, dass wir an unserem traditionellen Termin im August was machen können“, meint Uli Dües, der zweite Vorsitzende des Zucht-, Reit- und Fahrvereins Altenberge. Genau wie bei den übrigen Vereinen aus dem Kreis ist auch den Altenbergern die Rechnung bekannt, dass ohne Zuschauer kein Geld verdient werden kann.

Trotzdem soll im Hügeldorf geritten werden. „Es geht uns darum, den ländlichen Reiter die Chance zu geben, ihre Pferde vorzustellen“, positioniert sich Dües. „Wenn es im August nichts werden kann, versuchen wir es vielleicht später noch mal. Dann müssen wir gucken, dass dann kein Turnier in der Nähe ist.“

Der ZRFV Laer geht einen anderen Weg und spricht bei seinen Late-Entry-Tagen (13./14. Mai) die Berufsreiter an. Ein Tag gehört der Dressur, der andere dem Springsport. „Alles wird auf ein Minium reduziert. Es gibt keine Siegerehrungen, keine Bewirtung, und die Wettbewerbe finden unter Ausschluss der breiten Öffentlichkeit – also ohne Zuschauer – statt“, berichtet Laers Vorsitzender Robert Möllers. Der ZRFV behält sich auch vor, das Turnier eventuell kurzfristig abzusagen, falls es die Pandemie-Entwicklung im Kreis erfordere.

Abgesagt worden sind bisland das große Sommerturnier in Borghorst und die Veranstaltung des Reitervereins Burgsteinfurt am Heidehof. Der RFV Steinfurt-Dumte hat sein Turnier noch nicht ad acta gelegt und möchte laut Geschäftsführerin Katharina Mikolaiski veranstalten, wenn es denn am 28./29. August (Samstag/Sonntag) wieder möglich sein sollte.

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