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Kreisliga A: Konermann-Elf erkämpft sich einen 2:1-Erfolg

Leerer fordern dem TuS alles ab

Horstmar-Leer

Eine tadellose kämpferische Einstellung lieferte die Westfalia aus Leer im Heimspiel gegen den TuS Laer ab. Dabei fehlten den Hausherren gleich zwölf Akteure. Hätte seine Elf nicht gewonnen, hätte Gäste-Coach Ron Konermann das Training ab Dienstag revolutionär verändert.

Von Marc Brenzel

Sowohl Leers Julian Krawczyk (l.) als auch Laers Julian Uhlenbrock verursachten einen Elfmeter, der zu einem Gegentreffer führte. Am Ende setzten sich die Gäste mit 2:1 durch. Foto: Thomas Strack

Der Traum des TuS Laer vom Aufstieg in die Bezirksliga lebt weiter. Am Freitag gewannen die 08er bei Westfalia Leer nach Rückstand noch mit 2:1 (1:1). „Ein echter Arbeitssieg“, kommentierte Trainer Ron Konermann.

Die Gäste legten gut los und hatten in Person von Felix Eißing ihre erste Chance, doch der Linksfuß ließ die Führung aus. Die Hausherren, die aus diversen Gründen auf zahlreiche etablierte Akteure verzichten mussten – unter anderem fehlten mit Gerold Laschke und Erik Schulte die beiden besten Torschützen – kämpften sich mit fortlaufender Spieldauer in die Partie hinein.

Das Engagement wurde nach 30 Minuten belohnt: Daniel Thiemann flankte von der rechten Seite in den Strafraum, wo Julian Uhlenbrock der Ball bei einer missglückten Annahme an die Hand sprang. Die Konsequenz war ein Elfmeter, den Jannik Arning unten rechts einschob – 1:0.

Unglücklich aus Sicht der Westfalia war die Entstehung des Ausgleichs: Nach einem weiten, aber eher harmlosen Pass von Laers Tobias Kippenbrock in das Zentrum herrschte Uneinigkeit zwischen Keeper Michael Denkler und Vordermann Leo Rottmann. Beide entschieden sich, die Kugel nicht anzunehmen, was Paul Wesener-Roth völlig freie Bahn zum 1:1 bescherte (43.).

In einer Begegnung mit vielen Zweikämpfen schenkten sich die Beteiligten nichts. Die favorisierten Laerer nahmen den Kampf an, ohne dabei von ihrer spielerischen Linie abzuweichen. Das wurde in der 63. Minute belohnt, als Julian Krawczyk im eigenen Sechzehner in einen Zweikampf mit dem mit viel Tempo kommenden Wesener-Roth ging. Das Resultat: Ein Kontakt, der für Schiedsrichter Stefan Heyning, nicht aber für die Leerer, elfmeterwürdig war. Marcel Exner schritt zur Tat und erzielte das 2:1.

Die Westfalia mobilisierte in der Schlussviertelstunde die letzten Kräfte, ohne dabei allerdings großartig gefährlich zu werden. Auf der Gegenseite wusste der Tabellenzweite mit seinen Kontern wenig anzufangen, und so änderte sich am Spielstand nichts mehr.

„Das Ergebnis ist natürlich etwas unglücklich, aber ich bin trotzdem echt stolz auf die Jungs. Zwölf Mann musste ich heute ersetzen, darunter unseren Kapitän Timo Hüsing. Die, die auf dem Platz standen, haben alles gegeben“, lobte Trainer Thomas Overesch seinen Mannen für ihren Einsatz.

Konermann gefiel, dass seine Elf trotz des Rückstandes und der emotionalen Atmosphäre im Stadion am Leerbach nicht die Ruhe verlor und den Rückstand in einen Sieg umwandelte. Ihm war eines klar: „Hätten wir nicht gewonnen, wäre es das mit der Meisterschaft gewesen. Dann hätten wir ab Dienstag im Training nur noch Fußballtennis gespielt.“

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