Reiten: Turniertage des ZRFV Laer

Nina Lange feiert Heimsieg

Laer

Der ZRFV Laer hatte jetzt die Berufsreiter zu einem Late-Entry-Turnier eingeladen. Zwei Tage lang zeigten die Dressur- und Springreiter ihr Können. Den Höhe- und gleichzeitig Schlusspunkt bildete das M**-Springen mit Stechen, in dem eine Amazone ihren Heimvorteil ausspielte.

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Die für den gastgebenden ZRFV Laer startende Amazone Nina Lange gewann auf Cebion das abschließende M**-Springen. Das Paar blieb in 36.82 Sekunden fehlerfrei. Foto: Zwiener

Der ZRFV Laer richtete jetzt unter höchsten Hygienestandards und mit Erfüllung aller erdenklichen Auflagen des Kreises Steinfurt zwei Late-Entry-Turniere für die Berufsreiter aus. „Ob man ein großes Turnier über drei Tage für Amateure und Profis oder diese zwei Tage nur für die Berufsreiter ausrichtet – der Aufwand ist derselbe“, erklärte der Erste Vorsitzende des Vereins, Bob Möllers.

Den Auftakt machten die Dressurreiter am Donnerstag. Bereits um acht Uhr morgens ging es für die jüngsten Pferde in das Viereck. In der Reitpferdeprüfung für vierjährige Pferde trugen Janina Finke vom RV Schwerte und Voyager VIP den Sieg davon. In den anschließenden Dressurpferdeprüfungen A und L siegte ein Paar unter finnischer Flagge: Ville Palomäki (RV Rhynern) und Firestone VIP erhielten mit jeweils 8,2 zwei Mal die höchste Bewertung. Der Sieg in der L**-Dressur ging nach Hildesheim an Ann-Kristin Arnold und Solimann.

Die erste M-Dressur auf Trense gewann Claudia Rüscher aus Greven auf Armstrong nach einer tollen Vorstellung. Anschließend ritten 17 Paare um den Sieg in der M**-Dressur. Hier hieß die Siegerin ebenfalls Claudia Rüscher wieder mit Armstrong vor Ann-Kristin Arnold (Hildesheim) und Pia Reuling (Rhede).

Freitag um halb acht startete die Springpferdeprüfung der Klasse A*. Zahlreiche Reiter aus dem näheren und weiteren Umfeld hatten ihre Nachwuchspferde genannt. Hier gewann Hendrik Zurich aus Ochtrup auf Baloukato.

Die Springpferdeprüfung Klasse A** wurde aufgrund der zahlreichen Nennungen in zwei Abteilungen geteilt. In der ersten Abteilung siegte Anniina Lintula auf Lancelot vom ZRFV von Nagel Herbern. Die zweite Abteilung entschied wiederum Hendrik Zurich mit Baloukato für sich. Nina Lange (RV Laer) und First Fidelity platzierten sich als Sechste.

In der Springpferde-Prüfung der Klasse L ging der Sieg in Abteilung eins an Ann-Estelle Janßen vom RV Lathen und Umgebung auf Quasi Top. In Abteilung zwei landete Phillip Hartmann auf Coromont vom RV Handorf-Sudmühle auf Platz eins.

Höhepunkt für die jungen Pferde war eine M-Springpferdeprüfung. Hier gab es einen Doppelsieg: Hendrik Zurich siegte im Sattel von Krishna und sicherte sich zudem Rang zwei auf Cataleya vor Kira Wegmann – ebenfalls Ochtrup – auf Pilux.

Nachdem der Vormittag von dem ein oder anderen Regenschauer gekennzeichnet war, kam zum Start des L-Springens mit steigenden Anforderungen auch die Sonne wieder durch. Mit einer souveränen Nullrunde gewann Vanessa Bölting auf Ready to go W vom RV Zum Rieselfeld Münster. Nina Lange – neu für den RV Laer startend – platzierte Doctor Cooper auf Rang sechs.

Im anschließendenden M*-Springen mischte ein Vater-Sohn-Gespann vom RV Laer wieder voll mit. Stephan Gerdener und Codorit sahen lange wie die sicheren Sieger aus, bis Alexandra Lüth vom RV Ennigerloh-Neubeckum ihren Navoca tatsächlich noch eine halbe Sekunde schneller und ebenfalls fehlerfrei durch den Parcours ritt. Somit rangierten Stephan Gerdener und Codorit auf Platz zwei vor Jacqueline Hempe und Catanaro K aus Nienberge. Sohn Alexander Gerdener wurde Neunter.

Den Abschluss der zwei Turniertage bildete das M**-Springen mit anschließendem Stechen. Sechs Starterpaare blieben im Umlauf fehlerfrei. Sehr erfreulich aus Gastgebersicht: Gleich drei Paare kamen aus Laer, davon hatte Stephan Gerdener sogar zwei Pferde qualifiziert. Mit Codorit unterlief ihm am letzten Sprung ein Fehler, doch mit Candy, einer erst siebenjährigen Stute aus der Zucht von Ludger Gröwer aus Billerbeck, war er flott und fehlerfrei unterwegs. Aber wie auch im vorherigen M-Springen war eine Amazone noch ein wenig schneller: Nina Lange – ebenfalls RV Laer, lenkte ihren Schimmel Cebion so sicher und schnell durch den Parcours, dass sie sich in diesem Springen den Sieg vor Stephan Gerdener sicherte. Dritter wurde Heinrich Brune auf Come together vom RV Lützow Selm-Bork-Olfen.

Trotz der erschwerten Bedingungen aufgrund der derzeitigen Umstände zogen sowohl die Mitglieder als auch die Teilnehmer ein durchweg positives Fazit der beiden Turniertage. Trotzdem wurden die Amateure und auch die sonst immer zahlreich erscheinenden Zuschauer sehr vermisst. Alle Beteiligten hoffen daher auf ein Wiedersehen zum Herbstturnier am 17. bis 19. September (Freitag bis Sonntag) unter hoffentlich wieder entspannteren Bedingungen.

Alle weiteren Platzierungen sind einsehbar unter www.diekleinemeldestelle.de.

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