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Kreisliga A: Spiel der Woche

Ochtruper schlagen spät zu – 2:2 gegen Laer

Ochtrup

Die Reserve des FSV Ochtrup hat einmal mehr Moral bewiesen. Im Heimspiel gegen den TuS Laer wandelte sie einen 0:2-Rückstand noch in ein 2:2 um. Gäste-Trainer Raphael Palm war entsprechend bedient.

-mab-

Da war die TuS-Welt noch in Ordnung: Felix Eißing bejubelt seinen Treffer zum 1:0 in der 62. Minute. Foto: Marc Brenzel

Der TuS Laer hatte den Sieg im A-Liga-Punktspiel beim FSV Och­trup II eigentlich schon in der Tasche. Nach 83 Minuten lagen die 08er mit 2:0 vorne, doch mit zwei späten Toren sorgte der Aufsteiger noch für den Ausgleich und die Punkteteilung.

„Das ist extrem blöd gelaufen. Wir betreiben hier einen riesen Aufwand und setzen eigentlich alles um, was wir uns vorgenommen hatten . . .“, schüttelte Laer-Coach Raphael Palm nach dem Abpfiff mit dem Kopf. „. . . und dann fangen wir uns zwei Gegentreffer. Das darf nie und nimmer passieren.“

In der ersten Halbzeit ließen es beide Teams fußballerisch auf ganz sanfter Flamme köcheln. Echte Strafraumszenen gab es so gut wie keine, was auch an konzentriert zu Werke gehenden Abwehrreihen lag. So ab Minute 25 wurden die Gäste aktiver, was FSV-Spielertrainer Tim Niehues nicht gefiel: „Da haben wir uns einlullen lassen, waren zu passiv.“ Kapital schlugen die Laerer daraus aber erstmal nicht.

Nach dem Wiederbeginn nahm die Begegnung mehr Fahrt auf. Pawel Ozog und Sakaria Omeirat hatten gute Gelegenheiten, die Ochtruper in Führung zu bringen. Die gute Leistung in der ersten Viertelstunde nach dem Wechsel konnte der FSV aber nicht konservieren. Der TuS wurde wieder druckvoller und kam auch als Erster auf die Anzeigetafel: Eine Hereingabe von dem über rechts durchgebrochenen Jannik Oldach landete bei Felix Eißing, der die Kugel mit seinem starken linken Fuß in die Maschen des chancenlosen Robin Grozaj-Hranic knallte (62.).

Für die Gäste kam es noch besser. Robin Drees passte von der Grundlinie in die Mitte, wo Julian Uhlenbrock das Spielgerät durchließ und Nico Stippel aus kurzer Distanz keine Schwierigkeiten hatte, den Vorsprung auf 2:0 auszubauen.

Die Ochtruper wirkten in dieser Phase nicht ganz bei der Sache, und umso überraschender kam ihr Comeback. Der eingewechselte Nico Paßlick flankte auf den langen Pfosten, wo Tim Heilig nahezu ungestört zum Anschluss einköpfte (83.). 120 Sekunden später gelang Michael Ransmann – erst fünf Minuten vorher als in die Partie gekommen – mit einem Lupfer über Hendrik Mormann tatsächlich noch das 2:2 (85.).

„Dass die Jungs nach einem Zwei-Tore-Rückstand noch so zurückkommen, spricht für ihre großartige Mentalität. Mit diesem Ergebnis bin ich sehr zufrieden“, freute sich Niehues, dessen Truppe nach zwölf Runden gute 14 Zähler auf dem Konto hat.

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