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Überkreisliche Ligen: Burgsteinfurter spielen Heimvorteil aus

Arminia Ochtrup gewinnt Gipfeltreffen in Brackwede

Kreis Steinfurt

Der SC Arminia Ochtrup ist dem Gewinn der Herbstmeisterschaft in der Tischtennis-Oberliga ein Stück näher gekommen. Die Töpferstädter entschieden das Spitzenspiel beim SV Brackwede mit 6:4 für sich. Der TB Burgsteinfurt punktete ebenfalls doppelt, während der TTV Metelen auswärts einfach nicht in den Tritt kommt. In einem echten Haifischbecken muss sich aktuell eine andere Mannschaft freischwimmen.

Von Marc Brenzel

Bernd Ahrens (r.) und Henning Zeptner erwischten im gemeinsamen Doppel einen Sahnetag und gewannen die Partie mit 3:0. In Brackwede setzten sich die Arminen mit 6:4 durch. Foto: Marc Brenzel

Arminia Ochtrups Herren haben in der Tischtennis-Oberliga das hartumkämpfte Gipfeltreffen beim SV Brackwede mit 6:4 für sich entschieden. „Das war heute ein Big-Big-Point für uns“, verdeutlichte Spielertrainer Bernd Ahrens die enorme Bedeutung des Sieges. Mit 13:3 Punkten führen die Töpferstädter das Klassement weiterhin an. „Jetzt wollen wir uns die Herbstmeisterschaft holen“, gibt Ahrens das Ziel für die vor der Winterpause noch verbleibenden Partien gegen den TTC RG Porz und den TTC BW Brühl-Vochem vor.

Anders als geplant verliefen die Doppel: Jan Medina und Alexander Lübke verloren das Match gegen Christian Reichelt und Felix Ostermann mit 0:3. Dabei hatte der SCA dieses Duell im Vorfeld eher als Punktgewinn einkalkuliert. Dafür erwischten Ahrens und Henning Zeptner einen Sahnetag, als sie Stefan Höppner und Nico Bollmann mit 11:8, 11:2 und 11:3 regelrecht von der Platte fegten.

Apropos Zeptner: Nach zwischenzeitlich weniger konstanten Auftritten hat der Linkshänder mittlerweile zurück zu alter Form gefunden. Der ehemalige Zweitliga-Akteur gewann seine Spiele gegen Bollmann und Höppner souverän und hatte so mit drei Zählern einen großen Anteil am Erfolg in Ostwestfalen. Rückkehrer Alexander Lübke punktete gegen Ostermann und Reichelt ebenfalls doppelt, bevor Ahrens mit einem 3:0 gegen Ostermann das 6:4 besiegelte.

In der NRW-Liga spielte der TB Burgsteinfurt gegen den TTC GW Bad Hamm II seinen Heimvorteil aus. Ein 9:3 stand auf dem Ergebniszettel. „Hamm ist allerdings auch stark ersatzgeschwächt angereist und konnte die sechste Position gar nicht erst besetzten“, relativierte Teamsprecher Tim Beuing die nackten Zahlen.

Verheimlichen wollte er aber nicht, dass die Leistungen der Hausherren trotzdem ansprechend waren. Allen voran die von Neuzugang Max Kruse, der sich drei Siege auf seinem Konto gutschrieb. Beuing, der im oberen Paarkreuz gegen Martin Vatheuer mit 3:2 die Oberhand behielt, Franz Weitkamp, Hendrik Arning, Christoph Heckmann und der aus der Reserve beorderte Jan Giebel gewannen ebenfalls ein Einzel. Hinzu kamen die beiden Punkte, die Bad Hamm kampflos überließ.

In der Tabelle belegen die Stemmerter Platz vier, der augenblicklich weder Ambitionen nach unten oder oben einräumt. „Das ist auch nicht schlimm, wir fühlen uns in dieser Liga wohl“, betont Tim Beuing. In diesem Zusammenhang hob er den prima Teamgeist hervor. „Max Kruse und Dawid Ciosek haben sich bei uns super eingelebt. Die passen menschlich und sportlich klasse zu uns“, lobte er die beiden Transfers von Borussia Münster.

Die Verbandsliga ist in dieser Saison ein Haifischbecken. Von elf Teams steigen zwei direkt ab, drei müssen in die Relegation. Und dort gilt es für die Ochtruper Reserve, sich an jedem Wochenende abzustrampeln. Das gelang am Samstag einmal mehr mit einem 9:7 beim TuS Bardüttingdgorf (Kreis Spenge). Robin von Diecken/Niklas Hannekotte sorgten mit einem Viersatzsieg im Schlussdoppel dafür, dass die Arminen zwei Punkte mit nach Hause nehmen konnten. Beide hatten schon zu Beginn ihr Doppel gewonnen, Lena Bucht und Tobias Knoll gestalteten ihren Auftritt ebenfalls siegreich.

In den Einzeln ging es hin und her. Knoll, Patrick Gust und Hannekotte hatten im ersten Durchgang die Nase vorne, was für eine „5:4-Halbzeitführung“ sorgte. Knoll, Ben Bröker und Hannekotte ließen den SCA im zweiten Durchgang jubeln. Mit 9:7 Zählern sind die Ochtruper Vierter. Verrückt: Der TTC Mennighüffen rangiert trotz eines positiven Punktekontos (8:6) auf einem Relegationsplatz.

Auswärts läuft es beim Landesligisten TTV Metelen in dieser Saison überhaupt nicht. Auch bei SuS Stadtlohn musste sich das Sextett aus der Vechtegemeinde mit 3:9 geschlagen geben. Das hatte seine Gründe: Zum einen fehlten mit Mateusz Ksiazczyk und Stefan Weiß die etatmäßigen Nummern eins und drei, zudem hatte der TTV erhebliche Probleme mit den Tischen. „Die waren extrem glatt und kamen der Spielweise der heimstarken Stadtlohner entgegen“, so der kurze Kommentar von Stephan Reuter.

Für die drei Punkte bei der am Ende etwas zu deutlichen Niederlage zeichnete Reuter zusammen mit Sebastian Klockenkemper im dritten Doppel mitveranwortlich. Heiko Fislage gegen Stadtlohns Till Buderus Spitzenspieler (4:11, 9:11, 11:6, 12:10 und 11:1) im ersten Einzel und Kockenkemper in vier Sätzen gegen Dirk Küpers punkteten ebenso für den Tabellenfünften.

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