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Kreisliga A: Die Halbjahresbilanz von Matellia Metelen

Die Vorsaison ist für Thomas Dauwe kein Maßstab

Metelen

In der vergangenen Saison „rockte“ der FC Matellia Metelen phasenweise die A-Liga. In der aktuellen Spielzeit ist weniger Musik im Spiel. Trainer Thomas Dauwe führt die passenden Gründe dafür an.

-mab-

Carl Kötterheinrich ist eine verlässliche Größe zwischen den Metelener Pfosten. Foto: Marc Brenzel

Thomas Dauwes Schulzeit am Arnold-Janssen-Gymnasium in Neuenkirchen ist schon ein bisschen her, doch mit der Notengebung kennt sich Trainer von Matellia Metelen noch ganz gut aus – und daher schreibt er seiner Mannschaft ins Halbjahreszeugnis: „Was wir in der Hinrunde abgeliefert haben, das sollte für eine drei minus reichen.“

Das könnte den einen oder anderen überraschen, der meint, sich mit der Kreisliga A gut auszukennen. Schließlich weist das Team aus der Vechtegemeinde 14 Punkte weniger auf als zum selben Zeitpunkt im Vorjahr, wobei damals aber auch eine Partie mehr bestritten wurde. Die Spielzeit 2022/21 als Schablone für die aktuelle zu nehmen, lehnt Dauwe kategorisch ab: „Die letzte Saison lief einfach super. Aber der sechste Platz, den wir am Ende erreicht haben, darf für uns nicht als Maßstab sein.“ Dauwe verortet seine Formation vielmehr im gesicherten Mittelfeld. Das oberste Ziel sei es nicht unbedingt, oben mitzumischen, sondern Spieler aus dem eigenen Nachwuchs einzubauen. Und das gelingt: Lediglich Keeper Carl Kötterheinrich aus Ochtrup ist ein Externer.

Angesichts zahlreicher verletzungsbedingter Ausfälle – zum Beispiel die der Wähning-Brüder Veit und Tim sowie von Mirko Thole – bewertet Dauwe die ersten 16 Matches in der Gesamtbetrachtung also mit einem „schwachen Befriedigend“. Als echtes Pfund macht der Trainer einmal mehr den tollen Zusammenhalt aus, der ihn auch diesmal wieder einmal begeisterte.

In der anderen Hosentasche steckt allerdings auch die Mängelliste. „Es gibt einen gewissen taktischen Verschleiß. Die Gegner wissen mittlerweile besser, wie sie gegen uns zu spielen haben. Darauf müssen wir effektiver reagieren.“ Gar nicht gefallen hat dem in Horstmar wohnhaften Übungsleiter, wie dünn die Punktausbeute gegen die sechs Mannschaften ausfällt, die in der Tabelle unter den Schwarz-Weißen stehen. Lediglich fünf Zähler wurden da eingesammelt.

„Aktuell haben wir 19 Punkte auf dem Konto. Hochgerechnet wären das Ende Mai 38, was zum Klassenerhalt reichen sollte – und den möglichst sauber und ohne Stress zu realisieren, ist unser primäres Thema für die Rückrunde. In dieser Hinsicht ist es extrem wichtig, wie wir nach der Winterpause aus den Sträuchern kommen. Gerade die Partien gegen Reckenfeld, den Skiclub und Neuenkirchen III haben eine richtungsweisende Bedeutung“, weiß der Matellianer.

Einen „Mann der Hinrunde“ gibt es für Dauwe in seiner Truppe nicht. Das Kollektiv sei die Basis, obwohl der eine oder andere richtig gut performt hätte. Dabei denkt Dauwe zum Beispiel an Keeper Kötterheinrich, dem er das Zeug attestiert, irgendwann auch mal höherklassiger zu spielen.

Der Winterfahrplan von Matellia Metelen: 18. Januar beim FC Eintracht Rheine II, 22. Januar gegen den Borghorster FC und 29. Januar gegen den SV Heek.

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