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Fußball: FSV Ochtrup wird von den Trainern aufs Favoritenschild gehoben

„Ich kann es ja nicht ändern“

Ochtrup

Sie sind es, ob sie wollen oder nicht. Die meisten Trainer der Kreisliga A haben den FSV Ochtrup aufs Favoritenschild gehoben. Das hängt auch mit einer Person zusammen, die neu im Team des FSV-Trainergespanns ist.

Von Günter Saborowskiund

Der FSV Ochtrup und sein Trainergespann, Christopher Ransmann und Jannik Holtmann (kl. Bild), werden von den meisten ihrer Trainerkollegen als Meisterschaftsfavorit Nummer eins in der Kreisliga A genannt. Foto: Thomas Strack

Ron Konermann, Thomas Dauwe und André Wöstemeyer – um nur drei zu nennen – halten den FSV Ochtrup für den heißesten Kandidaten auf die Meisterschaft in der Kreisliga A Steinfurt. Hört man sich in Rheine und Umgebung um, fällt meistens auch das Kürzel FSV. Unterm Strich lässt sich konstatieren, dass die Mannschaft des Trainerduos Jannik Holtmann/Christopher Ransmann der Topanwärter auf den Titel sein dürfte – auch wenn einige Nennungen auf Fortuna Emsdetten und GW Amisia gefallen sind.

„Ochtrup hatte in der vorigen Saison schon eine gute Mannschaft und ist jetzt durch die drei neuen Spieler noch besser geworden. Vor allem durch Nico Schmerling, der allein ja schon den Unterschied ausmachen kann“, sagt André Wöstemeyer, der Coach des FC Nordwalde. „Schmerling bringt Erfahrung mit und kann Ruhe in ein Spiel bringen“, lobt der Emsdettener den ehemaligen Mittelfeldspieler des Bezirksligisten SV Burgsteinfurt. „Außerdem sind sie vorne richtig stark mit ihren drei Angreifern“, ergänzt Wöstemeyer und meint damit Mo Sylla, Neuzugang Kai Sandmann und Holtmann selbst. „Wenn die alle zusammen ein Team werden, geht kein Weg an ihnen vorbei. Aber den TuS Laer sehe ich als genauso stark an“, ergänzt Nordwaldes Trainer seine Einschätzung um einen weiteren Club.

„Mit Schmerling haben sie einen Qualitätsspieler dazu bekommen, der der jungen Mannschaft in brenzligen Situationen Unterstützung geben kann. Das ist ein Baustein, der ihnen in entscheidenden Situationen in der letzten Saison gefehlt hat“, hält auch Laers Trainer Konermann den Neuen vom SVB für den besten Transfer.

Metelens Coach Thomas Dauwe, der die Ochtruper ebenfalls als einzigen echten Titelanwärter ansieht, hebt mit Clemens Gude den Sportlichen Leiter und die Rahmenbedingungen, die der FSV „auf Strecke gesehen“ habe, heraus. Beide würden den Verein auf lange Sicht nach vorne bringen. „Außerdem hat der FSV zwei Trainer mit Stallgeruch, die junge Leute halten und begeistern können. Ich sehe keine andere Mannschaft, die da heranreichen könnte“, so die Einschätzung Dauwes.

In Ochtrup selbst nimmt man die Einschätzung der Trainerkollegen entspannt auf. „Das haben viele auch schon zur vorigen Saison gesagt. Ich sehe uns selbst nicht unbedingt als Favorit an. Ich denke, Borussia Emsdetten II, TuS Laer oder auch Fortuna Emsdetten sind ebenso stark und standen zuletzt in der Tabelle mit oben“, versucht Jannik Holtmann das Ganze zu relativieren. Aber: „Ich kann es ja nicht ändern, dass die anderen uns als Favoriten ansehen. Wir werden unser Bestes geben“, sagt er. Sein Ziel und das seines Kollegen Ransmann sei es, die „Mannschaft stärker zu machen und nach vorne zu bringen“. Wenn das fruchten würde, werde sich das „auch in der Tabelle zeigen“, Druck verspüre man wegen dieser Favoritenrolle nicht. Angesprochen auf den „Unterschied­spieler“ Schmerling musste Holtmann leicht grinsen: „Es ist in einer Mannschaft nicht eine Person, die den Unterschied macht.“ Nico Schmerling bringe Ballsicherheit und Erfahrung mit. Das habe sich schon am Samstag im ersten Test gezeigt. Keine Frage, „solche Spieler sind wichtig“.

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