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Kreisliga A Steinfurt: Metelen verprügelt schwache Langenhorster mit 6:0 (4:0)

Matellia im Torrausch

Ochtrup

„Es war ein Derby, wir wollten‘s wissen“, stellte Metelens Coach Thomas Dauwe das Geschehen ganz gut dar. Ganze sechs Mal wollten sie es wissen – für die Gastgeber aus Langenhorst also ein Tag zum Vergessen.

Von Tom Veltrupund

Maximilian Prantler (l.) war besonders torhungrig und netzte gleich zwei Mal. Bei einem der beiden Treffer war aber mächtig Schützenhilfe der Langenhorster dabei. Foto: Thomas Strack

Au weia! Sechs Mal musste Langenhorsts Torwart Jannis Kappelhoff die Kugel aus dem eigenen Netz fischen, vier Mal davon bereits vor dem Seitenwechsel. Vergangene Woche holte die Elf von Spielertrainer Jens Wietheger noch den ersten Dreier seit Spieltag zwei, die Euphorie schien aber schnell verflogen zu sein.

„Ich hatte teilweise das Gefühl, die wollen mich verarschen“, war Wietheger nach Abpfiff logischerweise bedient. „Kein Einziger hatte heute seine Normalform. Das war eine absolute Vollkatastrophe. So hätten wir nicht einmal ein Spiel in der Kreisliga C gewonnen.“ Schon früh nahm das Spektakel seinen Lauf: David Wähning setzte sich über die rechte Seite durch, legte auf Daniel Smith ab, der wiederum Maximilian Prantler bediente - 0:1 (5.).

Danach kehrte für gut eine halbe Stunde – zumindest was die Tore angeht – Ruhe ein im Vechtestadion. Dann drehte die Matellia richtig durch: Veit Wähning setzte sich im Langenhorst-Sechzehner durch und erhöhte auf 2:0 (37.). Devin Maletz sorgte per Direktabnahme aus rund 16 Metern für den dritten Streich (44.). Nur eine Minute später folgte eine Slapstickeinlage: Bastian Holtmannspötter wollte den Ball per Pressschlag aus dem eigenen Strafraum raushauen, doch traf den Rücken von Prantler. Von dort aus flog die Kugel im hohen Bogen ins Netz – 0:4 (45.). „Das war symptomatisch für das ganze Spiel“, so Wietheger. „Es herrschte eine Totenstille. Einige Spieler hätten nicht mal zum Essen den Mund aufgemacht. Ich kann mich nur bei den Zuschauern entschuldigen und hoffe, dass Bratwurst, Bier und Glühwein wenigstens geschmeckt haben.“

Unmittelbar nach dem Seitenpfiff kam es noch dicker für die Gastgeber: Veit Wähning drosch die Kugel aus gut 20 Metern flach ins Langenhorster Gehäuse und sorgte damit für den fünften Streich (47.). Doch auch danach zeigten die Metelener noch immer kein Erbarmen. Auch, weil der andere der beiden Wähning-Brüder gierig auf einen Treffer war. Veit hatte ja bereits zwei Mal genetzt, und wie sich das für einen guten Bruder gehört, ebnete er ihm den Weg per tollem Steckpass: David musste den Ball nur noch am Torwart vorbeilegen (66.).

„Wenn man nur die hundertprozentigen Dinger betrachtet, hätten es heute eigentlich neun oder zehn Stück sein müssen“, so Metelen-Coach Thomas Dauwe. Einer seiner Jungs verstolperte die Kugel auf der gegnerischen Torlinie (28.), dazu kam ein Pfostentreffer von Smith (38.) und ein verschossener Elfer von Christopher Viefhues (80.).

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