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Die Halbjahresbilanz des FCM

Matellia Metelens Kicker treten eine Lawine los

Metelen

Der FC Matellia Metelen ist die Überraschungsmannschaft in der Kreisliga A. Mit 33 Punkten aus 16 Spielen geht die Elf aus der Vechtegemeinde als Tabellenzweiter in die Winterpause. Das hatte selbst Trainer Thomas Dauwe so nicht auf dem Schirm.

Von Marc Brenzel

Ein Bild, das im bisherigen Saisonverlauf Symbolcharakter besaß: 48 Mal durften die Metelener jubeln. Genau so viele Tore gelangen in der A-Liga nur der Reserve des FC Eintracht Rheine. Foto: Thomas Strack

Die Metamorphose vom B-Ligisten zu einem etablierten A-Ligisten ist den Metelener Fußballern innerhalb von nur zweieinhalb Jahren mehr als gelungen. Die Matellia geht sogar als Tabellenzweiter des Kreisoberhauses in die Winterpause, was selbst Thomas Dauwe staunen lässt. Der ist zwar schon lange im Trainergeschäft und hat entsprechend viel gesehen, gibt aber zu: „Dass wir so weit oben stehen, hätte vor Saisonbeginn meine Vorstellungskraft beim Weitem übertroffen.“

In der genauen Analyse wundert es den 56-jährigen Übungsleiter aber schon etwas weniger, warum seine Truppe 33 Punkte aus 16 Partien holte: „Die Jungs haben es in den beiden Corona-Pausen nicht schleifen lassen, sondern hart gearbeitet. Jeder für sich. Und davon profitierten wir in der Hinrunde. Wir waren immer in der Lage, hinten raus noch Feuer zu geben.“

Dauwe guckte sich seine Mannschaft, seit er im Sommer 2019 gekommen ist, genau an und hat den Stärken des Kaders entsprechend das passende System entwickelt. „Wir lassen den Gegner kommen und schalten bei Ballgewinn über zwei schnelle Außen um. Vorne einen Mittelstürmer, dahinter einen Zehner. Dass wir erstmal abwartend auftreten, ist keine Feigheit vor dem Feind, sondern unsere Spielidee“, erklärt der Trainer.

Richtig viel Freude machen ihm die jungen Leute im Team. „Veit Wähning, Justus Kottig, Fabian Holtkamp und wie sie alle heißen. Die haben sich super weiter entwickelt. Und zwar nicht in Schrittchen, sondern in Quantensprüngen“, berichtet Dauwe. „Dazu kommen die Älteren, die für die nötige Stabilität sorgen. In der Mannschaft passt es einfach – auf und neben dem Platz. Das ist eine echte Einheit.“

Der komplizierte Spielplan mit den drei Auftaktpartien gegen Laer, Emsdetten und Gellendorf ließ Befürchtungen zu, dass die Matellia auch einen klassischen Fehlstart hätte hinlegen können. Doch es kam anders: Sechs Punkte wurden es, wobei das 4:3 nach 1:3-Rückstand gegen Herbstmeister Laer herausragte. „Wir haben in den ersten Wochen eine Lawine losgetreten, die jetzt weiter in die richtige Richtung rollt“, freut sich Dauwe, dass sich eine positive Eigendynamik entwickelt hat.

Viel zu kritisieren gibt es seitens des Übungsleiters nicht. Ein paar taktische Unzulänglichkeiten hier und jugendlicher Leichtsinn dort, aber das würde den erstklassigen Gesamteindruck nicht trüben, betont Dauwe, der sich direkt nach seiner Vertragsverlängerung Anfang des Monats die Zusagen fast aller Kicker für 2022/23 einholte. Lediglich Oldie Daniel Smith ließ seine Zukunft aus beruflichen Gründen noch offen. „Ich reserviere ihm auf jeden Fall einen Platz im Kader“, will Dauwe den Mittdreißiger nicht so einfach ziehen lassen.

Der Winterfahrplan des FC Matellia Metelen: 11. Januar (Trainingsbeginn), Test gegen die SF Graes (15. Januar), Test bei Eintracht Ahaus II (22. Januar) und Test gegen RW Nienborg (29. Januar).

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