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Serie: „Unsere Fanclubs“

Vechte-Fohlen galoppieren durch Metelen

Metelen

Borussia Mönchengladbach ist ein Verein mit einer großen Tradition und vielen Fanclubs. Einer davon sind die Vechte-Fohlen aus Metelen, die es seit 1997 gibt. Der Fanclub darf sich sogar Deutscher Meister nennen.

Marc Brenzel

Der Vorstand der Vechte-Fohlen bei der Generalversammlung 2020. Alfred „Ally“ Iking (5.v.l.) steht den Metelener Borussen vor. Foto: Vechte-Fohlen

Seit dem 30. November 1997 galoppieren die Vechte-Fohlen, der Gladbach-Fanclub aus Metelen. 130 Borussen bekennen sich zu dieser Gruppierung, die etwas ganz Besonderes hat: ein eigenes Fanclubheim.

Dabei handelt es sich um die alte Bäckerei, die hinter der Gaststätte Pieper, dem Gründungsort der Vechte-Fohlen, liegt. Die Metelener krempelten einst die Ärmel hoch, sanierten das Gebäude und richteten sich dort seit Ende 2000 gemütlich ein. „Wir haben allen Zipp und Zapp, um es uns bei Bratwürstchen oder mal bei einem Live-Spiel im Free-TV gut gehen zu lassen“, erklärt Günter „Jojo“ Mensing.

Mensing ist einer der Gründungsmitglieder des Fanclubs. Er und einige weitere Mitstreiter besuchten das 1995er Pokalfinale gegen den VfL Wolfsburg (3:0) und schwärmten von diesem Erlebnis auch in den Folgejahren noch. Die Idee, einen Fanclub zu gründen, kam ihnen bei einem Schützenfest der „Allgemeinen“ in Metelen. In Mensings Küche wurde später der Plan vertieft.

„Wir haben daraufhin in Metelen richtig Werbung gemacht. Mit Plakaten, die wir überall aufgehängt haben“, erinnert sich Mensing. Das lohnte sich: Zur Gründungsversammlung erschienen 30 Gladbach-Anhänger, die Uwe Krude zum ersten Vorsitzenden wählten. Mittlerweile steht Alfred „Ally“ Iking dem Verein vor.

Drei Mal pro Serie fahren die Vechte-Fohlen in jeder Saison zu einem Heimspiel. In der Regel in Begleitung der Gladbach-Fans aus Wet­tringen, die auf den Namen „Borussen Hiärtken“ hören. Das sei ein gutes Zusammenspiel und hätte sich über Jahre bewährt, freut sich Iking. „Das läuft dann in richtig schöner Atmosphäre bei ein paar Getränken und leckeren Schnitzelbrötchen ab“, freut sich der Vorsitzende schon darauf, wenn es nach Corona wieder in den Borussia-Park geht.

Einen schönen Brauch haben sich die Metelener mit dem Pflanzen einer Rotbuche. Die steht auf dem alten Friedhof und soll vor jedem ersten Auswärtsspiel der Saison vermessen werden. Anschließend wird gegrillt. „Wir hätten zwar lieber einen Baum gehabt, der analog zu unseren Vereinsfarben grüne Blätter trägt, aber seitens der Gemeinde gibt es halt auch Vorgaben“, schmunzelt Iking.

Auch fußballerisch können die Vechte-Fohlen etwas vorweisen. 2000 gewann eine Abordnung aus der Vechtegemeinde die inoffizielle Deutsche Meisterschaft der Gladbach-Fanclubs, den Diebels-Cup. 2001 langte es immerhin zur Titelverteidigung. Aktuell hapert es ein bisschen mit der aktiven Kickerei. Viele seien ja schon in die Jahre gekommen, andere würden lieber bei der Matellia spielen, so Iking. Das sei aber nicht schlimm. Wichtiger ist dem Vorsitzenden, dass schon bald wieder Normalität in das Leben der Vechte-Fohlen einkehrt – mit allen, was für einen echten Borussen so dazu gehört.

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