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Fußball: Westfalenliga

1. FC Gievenbeck smart zu drei Zählern gegen Tengern und Platz eins

Münster

Nach drei Spielen ist der 1. FC Gievenbeck Tabellenführer der Westfalenliga. Beim 5:0 gegen den TuS Tengern ließen die starken Hausherren sogar noch zahlreiche Chancen aus. Die Gäste machten es ihnen mit einer schwachen Abwehr phasenweise auch leicht.

Von Thomas Austermann

FCG-Kapitän Nils Heubrock (r.) grätscht resolut und trennt Tengerns Mittelfeldspieler Tom-Frederic Borchard vom Ball. Foto: Thomas Austermann

Ruckzuck stürmte der 1. FC Gievenbeck in die gewünschte Richtung und feierte trotz Ruhephasen mit dem 5:0 (2:0) über den ersatzgeschwächt nur mangelhaft verteidigenden TuS Tengern den zweiten Dreier in der Westfalenliga – und damit auf Platz eins der Tabelle. Die offensiv im Ansatz hier und da gefälligen Gäste aus Hüllhorst im Kreis Minden-Lübbecke hätten sich über eine noch deutlichere Niederlage nicht beschwert.

Wenn sie am 22. September im Westfalenpokal beim SC Preußen gefordert sind, dürfte ihr Trainer Stefan Studtrucker (54), als Profi in den 90er Jahren vor allem für Arminia Bielefeld stürmend erfolgreich, mehr Personal aufbieten – und damit mehr Tempo in der Abwehr. Die nun gezeigten eklatanten Schwächen nutzte der bestens vorbereitete FCG klug aus und schonte die „Kleeblätter“ noch.

Beyer schickt Keil zum 1:0

„Wir wollten uns ein bisschen Raum holen, um dann umzuschalten und zuzupacken“, sagte Trainer Florian Reckels, der den TuS keineswegs vorne attackieren, sondern ihn erst ins Aufbauspiel ziehen ließ. Zu Fehlern zwangen die wachen Gastgeber den Gegner schnell doppelt: Manuel Beyer schickte Christian Keil mit starkem Ball über die Kette zum 1:0-Jubel (10.), Abwehrkollege Johann Scherr machte das zwei Minuten später ähnlich und fand den Torschützen Luis Martin.

Gemeinsam mit Michael Fromme setzten die genannten Offensiven der Wackelabwehr zu, die zunächst keinen Zugriff, keine Aufmerksamkeit und keine Geschwindigkeit in die Waagschale werfen konnte. Fromme tauchte auch allein vor Keeper Alexander Fischer auf (40.), kam aber nicht an ihm vorbei.

Weil die führende Elf es zuließ, befreite sich Tengern mit der Zeit besser und wirkte moralisch noch absolut intakt. „Teil zwei in Halbzeit eins war nicht gut. Das musste besprochen werden“, sagte Reckels und nutzte die Pause. Wirkung zeigten die Worte aber nicht direkt: Tengern suchte und gewann Zweikämpfe. Und kam zur Szene: Ein weiter Seitenwechsel fand Gerhard Kwarteng (50.), der aber am stellungsstarken Torwart Nico Eschhaus scheiterte.

Der kleine Warnschuss saß. Jetzt packte der FCG, bei dem alle drei Verteidiger überzeugten, wieder ernsthaft zu. Keil setzte über den Raum hinweg Martin in Szene, der freistehend vergab. Daniel Geisler aber spielte seine Ballfertigkeit im Duell mit dem Keeper bestens aus und traf nach herrlichem Zuspiel des eingewechselten Guglielmo Maddente (63.).

„Ich fand es schön, dass wir die Treffer wirklich herausgespielt haben“, lobte Reckels auch nachfolgende Szenen, mit denen die jetzt resignierenden Gäste zerlegt wurden. Keil setzte Maddente ein zu dessen 4:0 (67.), und Kapitän Nils Heubrock spielte mit Henning Dirks auf engstem Raum Doppelpass zum 5:0 (85.) des gleichfalls Eingewechselten.

FCG: Eschhaus – Beyer. Scherr, Mende – Gerbig (72. Stüve), Heubrock, Geisler, Balz (68. Dirks) – Fromme (60. Maddente) – Martin (60. Kurk), Keil

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