1. www.muensterschezeitung.de
  2. >
  3. Sport
  4. >
  5. Muenster
  6. >
  7. 1. TC Hiltrup stürmt mit 6:3 über Ickern in die Regionalliga

  8. >

Tennis: Westfalenliga

1. TC Hiltrup stürmt mit 6:3 über Ickern in die Regionalliga

Münster

Der Aufstieg ist perfekt. Der 1. TC Hiltrup spielt in der kommenden Saison in der Regionalliga. Zum Finale der Spielzeit gelang ein 6:3 gegen den TuS Ickern. Dabei hatten die Hausherren zwei Punkte bereits vor dem ersten Ballwechsel sicher.

Von Henner Henning

So sehen Sieger – oder besser gesagt Aufsteiger – aus: Die Herren des 1. TC Hiltrup um Trainer Harald Tenhagen (l.) spielen im kommenden Sommer in der Regionalliga. Foto: TCH

Erstmals seit 1992, damals war es die SV 91 aus Sudmühle, gibt es in Tennis-Münster wieder einen Regionalligisten. Der 1. TC Hiltrup feierte am Sonntag auf heimischer Anlage einen 6:3 (4:2)-Erfolg über den TuS Ickern – und damit den Sprung in die dritthöchste Spielklasse. „So richtig wollten die anderen wohl nicht. Da haben wir dann halt zugepackt“, sagte Mannschaftsführer Carlo Bückmann, der schon zur Wiederaufnahme der Saison nach den Sommerferien hinter vorgehaltener Hand vom Aufstieg gesprochen hatte. „Irgendwie hatte ich es im Gefühl.“

Und dieses trog ihn nicht. Ein 5:4-Sieg hätte den Hiltrupern um Trainer Harald Tenhagen schon genügt, um den spielfreien TC Herford von der Spitze zu verdrängen und so die Westfalenmeisterschaft zu holen. Zwei der benötigten Punkte lieferte der Gast aus Waltrop gleich schon einmal frei Haus, nur zu fünft trat der TuS am Steiner See an. Lukas Lückemeier an Position sechs verlebte wie der angeschlagen pausierende Matthias Wahl also einen geruhsamen Tag, er musste auch beim Zuschauen kaum zittern. Zwar unterlag Christian Cremers dem Russen Leonid Avramenko 5:7, 4:6, dafür aber ließen Bogdan Borza und Paul Schütte nichts anbrennen. Im rumänischen Duell gegen Razvan Codescu war Borza beim 6:1, 6:4 der bessere Spieler, Schütte dominierte seine Partie (6:1, 6:3) gegen Maximilian Flüggen auch.

Sanchez Jover macht kurzen Prozess

Der TCH war in der Spur, benötigte nur noch einen weiteren Punkt. Und den holte in souveräner Manier Hiltrups Spanier Carlos Sanchez Jover. Der 21-Jährige, der in der Vorwoche beim 3:6 in Herford noch wegen seiner Teilnahme an der Qualifikation zum Challenger-Turnier in Sevilla gefehlt hatte, machte im Spitzeneinzel kurzen Prozess mit Alexander Mannapov und gewann mit dem 6:2, 6:2 im fünften Einsatz sein fünftes Einzel – besser geht es nicht. Hiltrups Aufstieg war damit perfekt, da Ickern nur zwei Doppel stellen konnte und damit einen Zähler kampflos herschenken musste. Die Niederlage Bückmanns (1:6, 3:6 gegen Luca Sobbe) fiel daher nicht ins Gewicht.

Bevor die Feierlichkeiten aber begannen, gab es für die Zuschauer zwei Doppel, in denen Sanchez/Borza beim 6:1, 6:2 gegen Mannapov/Codescu abermals auftrumpften. Dass Bückmann/Cremers gegen Sobbe/Flüggen mit 4:6, 6:2, 3:10 verloren, war allenfalls eine Randnotiz. „Wir sind glücklich, der Verein ist glücklich. Jetzt können wir noch ein bisschen feiern“, sagte Bückmann, der sich nun mit seinen Teamkollegen auf Gegner wie Bayer Leverkusen oder den fünffachen Deutschen Meister BW Halle freuen darf.

Startseite