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Fußball: 3. Liga

16 Preußen haben Verträge, Kittner und andere sollen folgen

Münster

Die Planungen für die neue Saison laufen auf Hochtouren. Eine ganze Reihe an Kaderplätzen ist beim SC Preußen bereits vergeben. Ole Kittner ist zudem fest eingeplant, Danilo Wiebe und Benjamin Schwarz bekommen Vertragsangebote. Ob Adriano Grimaldi bleibt, ist trotz seiner jüngsten Torserie sehr fraglich.

Alexander Heflik

Sportchef Malte Metzelder plant die neue Saison. Foto: Jürgen Peperhowe

Zuletzt schritt Preußen Münster in Siebenmeilenstiefeln dem Klassenerhalt entgegen. Die viertbeste Rückrundenmannschaft der 3. Liga ließ sich auch im Derby nicht lumpen und gewann nach dem 4:1 im eigenen Stadion nun mit 1:0 beim VfL Osnabrück. Wie schon in der Vorsaison schnürt der SCP das korrigierte Saisonziel Klassenerhalt in der zweiten Saisonhälfte im Eiltempo.

Im Hintergrund läuft die Lizenzierung für die neue Spielzeit, auch die Personalplanungen von Sportchef Malte Metzelder sind nicht ohne. Er hat noch insgesamt neun offene Vertragssituationen zu klären.

►  Wie groß wird der Personaletat des Drittliga-Teams sein?

„Mein Wunsch ist, dass wir in der neuen Saison genauso viel Geld für Spieler ausgeben können wie in dieser“, sagt Metzelder. Das wären dann rund 3,2 Millionen Euro. In der 3. Liga ist das ein Mittelfeldwert.

►  Kann mit einem solchen Budget der Weg auch nach oben führen?

„Die Perspektive muss das sein“, sagt Metzelder und erwartet nicht wieder eine „Zittersaison“. Er nennt Beispiele wie den aktuellen Spitzenreiter SC Paderborn oder Zweitligist Jahn Regensburg (Aufstieg 2017), deren Aufgebote stark mit Regionalliga-Spielern durchsetzt sind oder waren und die dennoch die 3. Liga aufgemischt haben. Soll wohl übersetzt heißen, dass der SCP ein Hauptaugenmerk auf Transfers aus der vierten Liga legen will.

►  Was passiert mit den Leihspielern?

Mittelfeldspieler Nico Rinderknecht (FC Ingolstadt) und Torwart Nils Körber (Hertha BSC) kehren im Sommer zu ihren Vereinen, bei denen sie längerfristige Kontrakte besitzen, zurück. „Ein normaler Vorgang, sie nehmen die Vorbereitung bei ihren Clubs auf“, meint Metzelder. „Körber hat in der Anfangszeit einen sehr guten Eindruck hinterlassen, fiel dann aber zwei Mal länger mit Muskelverletzungen aus. Er ist dadurch schwieriger zu bewerten.“ Max Schulze Niehues hat dem Keeper dabei in der Rückrunde den Rang abgelaufen. Auch Rinderknecht quälten mehrfach Blessuren. Metzelder: „So wird es für einen Leihspieler schwierig, den großen Wurf zu landen.“

►  Was passiert mit Danilo Wiebe, der sechs Monate ausfällt, und Rekonvaleszent Benjamin Schwarz?

Die Preußen sehen sich in der Verantwortung. Wiebes Vertrag endet am 30. Juni, Schwarz wurde vor elf Monaten operiert und steht nun wieder auf dem Platz. Beiden Akteuren werden Kontrakte angeboten. Unterschreiben sie, hätte der SCP bereits 18 Spieler gebunden.

►  Wer steht im Sommer, Stand heute, ohne Anschlussvertrag da?

Einige noch. Mit Ole Kittner, wie Metzelder sagt, „wird fest geplant für die nächste Saison“. Der Innenverteidiger ist Stammkraft in der Dreierkette und für das Innenleben der Mannschaft enorm wichtig. Die spannendste Frage bleibt, ob Adriano Grimaldi bleibt. Die Rede ist dabei vom „Gesamtpaket“, der Kapitän läuft gerade wieder in eine Art Topform rein. Die letzten vier Treffer der Preußen erzielte er. Grimaldi in dieser Verfassung ist eins-zu-eins kaum zu ersetzen.

Möglicherweise kommen aber andere Kandidaten zum Zuge, zum Beispiel Eigengewächs Tobias Warschewski – oder Münster holt dazu einen Regionalliga-Torjäger wie Timm Golley (Viktoria Köln/elf Treffer/Vertrag endet). Trainer Marco Antwerpen kennt jedenfalls die Klasse in- und auswendig, das könnte ein Plan sein. Hängepartien sind Jeron Al-Hazaimeh, der unter Antwerpen wieder Stammspieler wurde, Stéphane Tritz und der seit Dezember verletzte Sebastian Mai.

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