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Basketball: Regionalliga

200 Fans treiben Baskets zum Sieg im Gipfeltreffen

Grevenbroich

Die WWU Baskets Münster haben in der Basketball-Regionalliga die höchste Hürde souverän genommen, es war aber noch nicht die letzte: Nach dem überzeugenden 90:77-Erfolg über Grevenbroich steuert Münster auf Aufstiegskurs, muss aber noch vier Klippen umschiffen.

Thomas Austermann

Überstunden: Nach getaner Arbeit reichte die Kraft bei den Baskets auch noch zu einem ausgelassenen Tänzchen auf dem Parkett – und das angespülte Adrenalin dürfte die Truppe auch noch durch eine lange Partynacht in Münster getragen haben. Foto: Jürgen Peperhowe

Jetzt ist der Zweite auf Rang eins und der „Dreifach-Vize“ im Vorteil: Den WWU Baskets Münster gelang das große „Bähm!“ vor 1300 Zuschauern am Torfstecher Weg zu Grevenbroich. Mit 90:77 (50:47) und dank eines grandiosen vierten Viertels wurden die Elephants der BSG besiegt und entthront.

In der 1. Regionalliga steht den Baskets die Aufstiegstür offen – nicht weniger, nicht mehr. Möglich, dass die letzten Schritte ohne das coole Aufbau-Ass Bryce Leavitt gegangen werden müssen. Der 23-Jährige knickte vor dem Abpfiff um und musste gestützt werden beim Gang in die Kabine – Verdacht auf Bänderblessur und eine lange Schaffenspause.

Die rund 200 angereisten Fans sorgten für eine Rekordkulisse und machten elefantösen Krach, der eine sportlich astreine Atmosphäre schuf bei freundlichen Gastgebern. Geschenkt bekam Münster nichts beim elf Mal in Folge siegreichen Kontrahenten, der auch ohne den verletzten 2,07-Meter-Center Lennard Jördell unterm Korb zunächst Vorteile hatte. Münsters Großer hatte schnell zwei Fouls auf dem Konto. Kai Hänig musste raus und Jan König innen als tapferer Malocher ran, um die sprungstarken Zwillinge Marcus und Malcolm Delpeche zu kontrollieren. Dank vier Dreiern blieben die Baskets im körperbetonten Duell dran. Leavitt dirigierte und traf sehr zuverlässig (21 Punkte bis zur Pause). Andere kamen weniger griffig in die Spur, es gab Leichtsinnsfehler.

„In der Halbzeit haben wir uns auf eine aggressivere Gangart eingeschworen. Wir wollten den Fuß keine Sekunde vom Gas nehmen“, gab Trainer Philipp Kappenstein später preis. Und schickte Youngster Nico Funk auf den Platz, der insgesamt zehn Minuten bekam und enorm Druck ausübte. Hänig kam zurück und sollte zur besten in diesem Dress jemals erlebten Form auflaufen: Defensiv wurde er zur Macht unterm Korb und offensiv zum stets präsenten Punktemacher – konzentriert und ohne Ausflüge auf Nebenschauplätze.

Obschon die Gastgeber den wirkungsvollen Gerrell Martin (24 Punkte) aufboten, führte Münster 65:54 – und kassierte drei Dreier nacheinander. „Die Ansage war klar: Es durfte nichts geben, was uns vom Fight über volle 40 Minuten abhält“, hakte Kappenstein die Phase ab, weil seine intakte Kombo einen 11:0-Lauf hinlegte und auch das foulbedingte Ausscheiden von Jan und Andrej König wettmachte. Münster bot mehr Männer auf, mehr Power und den größeren Willen. Grevenbroich war platt nach dem 71:83-Zwischenstand.

Trainer Hartmut Oehmen, der zur neuen Serie Manager bleibt und den spielenden Co-Trainer Simon Bennett als Coach einsetzt, erkannte „den verdienten Sieg Münsters“ an. „Wir konnten drei Viertel mitgehen, dann waren wir stehend k.o.“, sagte er. In Sachen Aufstieg „passiert nix mehr. Die Baskets sind durch.“ Punkte Baskets: Leavitt (27/4 Dreier), Hänig (23), A. König (16/2), J. König (7/1), Wess (7/1), Padberg (6), Goolsby, Massing (je 2)

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