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Handball: Landesliga

22:22 gegen Kinderhaus – Gehmeyr trifft in letzter Sekunde für Nullacht

Münster

Lange hatte der SC Münster 08 im Derby gegen Westfalia Kinderhaus geführt, lag lange auf der Siegerstraße – und musste dann doch um einen Punkt mächtig zittern. Erst Lasse Gehmeyr rettete dem Gastgeber einen Punkt, den beide Trainer einzuordnen versuchten.

Von Helena Wilmer

Michel Flockert (r.) muss sich gegen die Nullachter Jan-Philipp Meyer und Linus Witzenhausen (l.) erwehren. Foto: Jörg Riemenschneider

Knapper und spannender hätte es im Derby zwischen dem SC Münster 08 und Westfalia Kinderhaus nicht zugehen können. In der Schlusssekunde gelang dem Gastgeber durch Lasse Gehmeyr noch der Ausgleich zum 22:22.

In der umkämpften Begegnung erzielte die Westfalia das erste Tor. Beide Teams hatten Probleme, ihre Linie zu finden. Wenige Abschlüsse und viele Fehlpässe kennzeichneten das Spiel. „In der ersten Halbzeit fehlte uns die Aggressivität im Angriff. Außerdem haben wir zu viele Zeitstrafen kassiert. Wenn man immer in Unterzahl ist, ist es natürlich schwierig, in einen Rhythmus zu kommen“, sagte Westfalias Coach Marcel Graefer. Zur Halbzeit führte Nullacht mit 11:9.

19:19 nach 50 Minuten

Nach Wiederanpfiff änderte sich zunächst wenig. Im Wechsel trafen die Konkurrenten, der Gastgeber hielt Kinderhaus somit auf Abstand. Mit zunehmender Spielzeit meldeten sich auch die Zuschauer zu Wort. Linus Witzenhausen brachte Nullacht in der 41. Minute mit 17:14 und damit erstmals mit drei Toren in Führung. Nach 50 Minuten (19:19) war Kinderhaus wieder da. Die Gastgeber ließen einige Möglichkeiten liegen und wurden direkt bestraft. „Einige umstrittene Entscheidungen haben uns sicherlich ein wenig aus dem Takt gebracht. Aber ich hadere schon damit, dass wir vorn sehr viele freie Bälle liegengelassen haben. Mit der Deckungsleistung bin ich zufrieden, aber die Angriffsperformance in den letzten Minuten war schon ein bisschen unterirdisch“, konstatierte Nullacht-Trainer Kay Sparenberg.

Es kam, wie es kommen musste. 20 Sekunden vor dem Abpfiff gingen die Gäste per Siebenmeter mit 22:21 in Front. Nur noch ein paar Sekunden und ein Angriff blieben dem Gegner, um einen Punkt zu retten. Die Erlösung brachte schließlich Gehmeyr, der mit dem Schlusspfiff zum 22:22-Endstand einnetzte. „Direkt nach dem Spiel ist man natürlich enttäuscht, aber insgesamt ist es ein wertvoller Punkt für uns, auch vor dem Hintergrund des Spielverlaufs. Wir haben bei einer Top-Mannschaft lange hinten gelegen, aber immer an unsere Chance geglaubt und uns diesen einen Punkt redlich erkämpft und wirklich auch verdient“, resümierte Graefer.

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