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Fußball: Westfalenliga

5:0 – TuS Hiltrup löst gegen Borussia Emsdetten den Knoten

Münster

In fünf Versuchen schaffte der TuS Hiltrup keinen Sieg. Nun aber haben die Münsteraner ihre Torgefährlichkeit entdeckt. 5:0 hieß es am Ende gegen Borussia Emsdetten. Davor hatte das Team in 450 Minuten nur zwei Treffer erzielt.

Von Michael Schulte

Robin Schwick (r.), hier im Zweikampf mit dem Emsdettener Nick Wedi, war Schütze des dritten Treffers. Foto: Wilfried Hiegemann

Der Mann schnaufte schwer, als er völlig frustriert die Treppe hochkam. Rote Kappe, roter Schal – so erkannte man ihn direkt als Anhänger von Borussia Emsdetten. „Der Schiri ist eine Katastrophe, aber unsere Mannschaft ist nicht viel besser.“ Viel vernichtender konnte das Urteil nach dem Westfalenliga-Duell zwischen dem TuS Hiltrup und eben den „Dettenern“ nicht ausfallen. Denn der Gast trat mit einer 0:5 (0:3)-Niederlage die Heimreise an, das vernebelte dem Fan schon ein wenig den objektiven Blick.

Natürlich hätte er anführen können, dass Emsdetten durch Sören Wald in Führung gehen musste. Aber der Ex-Preuße setzte einen Kopfball freistehend aus fünf Metern über den Kasten. Und er durfte auch hadern, als den Hiltrupern hartes Einsteigen vor zwei Toren gestattet war, die dann Daniel Mladenovic (7.) und Robin Schwick (37.) erzielten. Dazwischen hatte Mladenovic einen Freistoß aus 20 Metern versenkt (35.), aber noch lange nicht die Hoffnungen der Emsdettener.

„Das war eine starke Vorstellung von uns“

„Kommt Jungs, wir gewinnen hier noch“, pushten sich die Gäste vor der zweiten Halbzeit, ehe ihnen durch Treffer von Akil Cömcü (73.) und Arne Stegt (78.) endgültig der Zahn gezogen wurde. Das war auch der Moment, als der rotgedresste Besucher die Glasurit-Arena verließ, schnaufend und kopfschüttelnd. Emsdettens Trainer Hans-Dieter Jürgens haderte später auch ein wenig mit der Spielleitung, machte daran die Niederlage aber nicht fest. „Wir sind nicht gekommen, um so hoch zu verlieren. Aber wir waren eine Halbzeit nicht auf dem Platz, da war die Partie schon entschieden. Das war verdient.“

Man könnte hinzufügen, dass nach der Pause die Leistung der Gäste nicht viel besser war. Sie blieben harmlos und ungefährlich. Ganz anders die Hiltruper. Beim TuS ist nach dem Sieg im Kreispokal unter der Woche in Telgte offensichtlich der Knoten geplatzt. Das Team weiß nicht nur, wo das gegnerische Tor steht. Es trifft jetzt auch. „Ich hoffe, dass das jetzt so weitergeht. Den Beweis können wir im nächsten Auswärtsspiel in Nottuln antreten. Auch wenn ich weiß, dass das schwer genug wird. In jedem Fall war das eine starke Vorstellung von uns.“ Trainer Marcel Stöppel ist zweifellos guten Mutes, dass die Torflaute beendet ist und damit auch das Punktesammeln leichter fallen dürfte. Der erste Liga-Erfolg macht eben vieles leichter.

TuS: Böcker – Krieger, Stegt, Sammerl (82. Revermann), Finkelmann – Kisker (60. Kilinc), Gockel – Mladenovic (82. Syska), Cömcü (74. Pannucci), Schwick – de Angelis

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