1. www.muensterschezeitung.de
  2. >
  3. Sport
  4. >
  5. Muenster
  6. >
  7. Albachten bleibt in Überzahl eiskalt und besiegt Herbern mit 4:0

  8. >

Fußball: Landesliga

Albachten bleibt in Überzahl eiskalt und besiegt Herbern mit 4:0

Münster

Erstmals seit dem 11. September siegte Concordia Albachten wieder in der Fußball-Landesliga – und das gleich überdeutlich mit 4:0 (1:0) sowie von einer Roten Karte gegen den SV Herbern begünstigt. Kapitän Niklas Frede reichte heraus.

Von Thomas Austermann

Niklas Frede (M.) lässt Herberns Lukas Scholdei (l.) hinter sich, führte Regie für Albachten und ragte als dreifacher Torschütze im Abendspiel heraus. Foto: Peter Leßmann

Erstmals seit dem 11. September siegte Concordia Albachten wieder in der Fußball-Landesliga – und das gleich überdeutlich mit 4:0 (1:0) sowie von einer Roten Karte gegen den SV Herbern begünstigt. Der kluge Kopf im offensiven Mittelfeld der Münsteraner, Kapitän Niklas Frede (22), ragte beim zweiten Saisondreier nicht allein als dreifacher Torschütze heraus.

Auf Kunstrasen suchte und fand der Tabellenletzte die Szenen zum Spiel in die Tiefe und auf die schnellen Außen. Zuerst aber überstanden sie dank dem guten Keeper Jarle Schrock selbst eine Chance von Frederik Falk, bis ihnen Herbern in die Karten spielte. Denn SVH-Keeper Christoph Hunewinkel überraschte beim Abschlag wohl den Adressaten, den freien Ball hob Frede gefühlvoll aus rund 30 Metern über den vor dem Kasten postierten Keeper hinweg ins Tor (9.). Der auch mit zwei Nachrückern aus der Kreisliga-Zweiten besetzte SVH, trainiert vom Münsteraner und Ex-Nullachter Julian Wiedenhöft, ärgerte sich nur kurz, kam selbst zu Szenen und scheiterte mehrfach erst an Albachtener Rettungsaktionen auf der Linie. Trainer Sebastian Hänsel hatte das auch nach Abpfiff nicht vergessen, fand aber vor allem den immer beherzten Stil seiner galligen Elf gut. „Es gab keinen Defensivansatz, wir wollten agil und offensiv auftreten.“ Die richtigen Typen dafür hätten auf den richtigen Positionen gespielt. Außenverteidiger Jonas Goevert etwa, der unablässig unterwegs war nach vorne hin.

Tempo der Gastgeber blieb hoch

Für Herbern wurde es dann richtig böse, auch weil das Tempo der Gastgeber hoch blieb und deren schnelle Attacken Folge hatten. Nach Foul an Stürmer Silas Nübel traf Thomas Kroker ins Tor, aber Spielleiter Markus Töpfer pfiff Elfmeter und zeigte Rot gegen Herberns Abwehrchef Erik Heidbrink – eine Doppelsanktion, die umstritten war. Frede verwandelte sicher (49.) und Herbern schwamm minutenlang, weil die neue Unterzahlsituation erst einmal verarbeitet werden musste. Diese Lage nutzte Albachten eiskalt aus. Kroker legte nach Dribbling in die Mitte das 3:0 nach (51.), Frede sorgte für das 4:0 (54.) aus bester Mittelstürmerposition nach genauer Hereingabe.

Natürlich war die von 220 Zuschauern besuchte Partie damit entschieden, zumal auch Herberns Daniel Krüger eine aussichtsreiche Kopfballchance gegen Schrock vergab (67.) und auch Albachten, jetzt deutlich kontrollierter im Vorwärtsdenken, nach etlichen Wechseln noch Möglichkeiten liegen ließ. Geschenkt – am späten Freitag dachte niemand mehr daran, sondern an den möglichen Befreiungsschlag im langen Abstiegskampf. „So ein 4:0“, sagte Hänsel, „tut uns mal richtig gut.“

Concordia: Schrock – Goevert, Saerbeck, Bürschgens, Kievit (57. Wolf) – Willich (79. Zymner), Esholt (67. Jülkenbeck)– Hajizadah (74. Leinkenjost), Frede (67. Uzun), Kroker – Nübel.

Startseite
ANZEIGE