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Bezirksliga: Aasee braucht Punkte und Schützenhilfe

Alles geben und dann schauen

Münster

Spannendes Finale in der Bezirksliga. Concordia Albachten ist als Meister durch, doch im Keller tobt ein erbitterter Abstiegskampf. Mittendrin BW Aasee und GW Gelmer. Wenn Aasee Pech hat, reicht nicht einmal der fünften Sieg in Folge zum Klassenerhalt.

Von Wilfried Sprenger

Jonas Zilch (l.) möchte helfen, Aasee zum Klassenerhalt zu führen. Gleiches haben Mark Behling (r.) Foto: Jörg Riemenschneider

Andre Kuhlmann hat immer an den Klassenerhalt geglaubt. Auch dann, als andere Blau-Weiß Aasee schon abgeschrieben hatten. Die Zuversicht des Trainers wird in den vergangenen Wochen von Spieltag zu Spieltag gewachsen sein. Mit Leidenschaft, Qualität und großer Wucht stemmt sich sein Team gegen den Abstieg aus der Bezirksliga. Vier Siege errangen die Münsteraner zuletzt in Serie. In 360 Minuten erzielten sie 19 Tore. Kein Konkurrent war erfolgreicher in diesem Mai. Und doch könnte es sein, dass die Geschichte am Pfingstmontag nicht gut endet. Selbst ein weiterer „Dreier“ in Borghorst führt nicht zwangsläufig ans Ziel. Aasee ist auf Schützenhilfe und den Patzer eines Konkurrenten im Keller angewiesen.

Wer steigt mit ab?

Hörstel, Laggenbeck, Arminia Ibbenbüren und Bösensell stehen als Absteiger fest. Wer das Quartett in die Kreisligen begleitet? Abwarten. Bei einer Niederlage in Borghorst wären die Blau-Weißen nicht zu retten, das miese Torverhältnis hängt ihnen wie ein Mühlstein an den Füßen. Spielt Aasee unentschieden, könnte Nachbar Münster 08 mit einem Dreier in Hauenhorst helfen. Im Falle einer Erweiterung der Siegesserie würden die Münsteraner auch Neuenkirchen II und Gelmer unter Druck setzen. Es ist vieles denkbar vor dem letzten Spieltag, aber nur eines gewiss: Aasee muss etwas Zählbares mitbringen aus Borghorst.

Leider sind die aktuellen Vorzeichen nicht die besten. Nach positiven Corona-Tests meldeten sich drei Spieler beim Trainer. Der reagierte umgehend und setzte die Trainingseinheiten am Donnerstag und Freitag ab. „Wir wollten auf Nummer sicher gehen und uns keiner weiteren Gefahr aussetzen“, sagte er. Kuhlmann bleibt auch in dieser schwierigen Situation Optimist: „Die Mannschaft ist gut drauf und hat in den vergangenen Wochen wiederholt bewiesen, dass sie in die Bezirksliga gehört. Aber dieser Abstiegskampf ist wirklich hammerhart. Ich hätte mir nie vorstellen können, dass es passieren kann, mit 46 Punkten abzusteigen.“ Bei aller Freude über die bemerkenswerte Aufholjagd in den vergangenen Wochen hat Kuhlmann den vielleicht folgenschweren Ausrutscher beim Absteiger Laggenbeck (3:4) nicht vergessen. „Das war extrem bitter. Wenn wir diese Punkte hätten, wäre die Ausgangsposition eine ganz andere.“

Noch wird gezittert

Im Vergleich zu Aasee ist die Lage für GW Gelmer ziemlich bequem. Aber trotzdem nicht ungefährlich. Denn wenn die Nachbarschaft in der Tabelle am Montag jeweils die maximale Punktzahl einfährt und die Männer aus dem Heidestadion ihr Heimspiel gegen Cheruskia Laggenbeck verlieren, wäre plötzlich Grün-Weiß ausgezählt. „Es gab ja die Hoffnung, schon gegen Aasee alles klarzumachen. Das ist nicht gelungen, somit bleiben wir involviert“, stellt Trainer Gerrit Göcking nüchtern fest. Nun wird auch in Gelmer noch am letzten Spieltag gezittert, großer Unterstützung darf sich der Gastgeber dabei sicher sein. „Es wird wohl das ganze Dorf am Platz sein. Ich hoffe sehr, dass der Nachmittag dann auch mit der Erlösung und fröhlich endet“, so Göcking. Personell sieht er seine Truppe gut aufgestellt. Aus dem Stamm fehlt nur Mark Behling, der Einsatz von Rami Abdel Ghany ist unsicher.

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