1. www.muensterschezeitung.de
  2. >
  3. Sport
  4. >
  5. Muenster
  6. >
  7. „Ich musste einiges schlucken“: Kuhlmann erklärt sein Aus bei BW Aasee

  8. >

Fußball: Bezirksliga

„Ich musste einiges schlucken“: Kuhlmann erklärt sein Aus bei BW Aasee

Münster

Bereits am Sonntag gab André Kuhlmann offiziell bekannt, dass er nach der Saison das Amt des Trainers bei BW Aasee niederlegen wird. Nun hat der Bezirksliga-Coach über die Hintergründe gesprochen – die Hoffnung auf den Klassenerhalt bleibt.

Von Kevin Michaelis

Noch ist er aktiv bei BW Aasee: André Kuhlmann. Ab Sommer gehen Trainer und Verein allerdings getrennte Wege. Foto: Wilfried Hiegemann

Vier Jahre, nachdem André Kuhlmann die Geschicke als Trainer bei BW Aasee übernommen hatte, werden sich die Wege zwischen ihm und dem Verein im kommenden Sommer trennen. Das hat der 37-Jährige für sich selbst beschlossen und seiner Mannschaft im Anschluss an die jüngste 1:4-Heimniederlage gegen den Liga-Konkurrenten TuS Altenberge bereits mitgeteilt. Bis dahin will er aber weiterhin alles für die Mammutaufgabe Klassenerhalt geben.

„Ich bin fest davon überzeugt, dass wir das schaffen können“, so Kuhlmann. Denn trotz großer Personalsorgen sei die Qualität des Aasee-Kaders einfach „zu gut“. Trotzdem appelliert er eindringlich an die Mentalität der Spieler: „Nicht nur die Trainingsbeteiligung, sondern auch die generelle Bereitschaft muss steigen.“ Die Blau-Weißen sind in der Bezirksliga aktuell Tabellenvorletzter mit fünf Punkten Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz.

Ein Umbruch in jedem Sommer

Kuhlmann glaube auch nicht, dass der Zeitpunkt seiner Verkündung irgendeinen negativen Einfluss auf das Team und die Entwicklung haben könnte. Viel mehr betont er: „Ich hatte nicht den Eindruck, dass das für alle überraschend kam.“ Zudem habe er intern viel Verständnis und Zuspruch erhalten. Und dennoch sind die Gründe, die zu Kuhlmanns Entscheidung geführt haben, nicht von der Hand zu weisen.

Gerade mit Blick auf die sportliche Situation beim „Studenten-Club“ wird der Noch-Trainer deutlich: „Ehrlich gesagt, weiß ich nicht, wie viele Spieler ich über die Jahre hinweg bei Aasee trainiert habe – irgendwas zwischen 60 und 80 sind es bestimmt gewesen.“ Genau das hat dazu geführt, dass Kuhlmann seine Idee von Fußball Jahr für Jahr und immer wieder neu auf die nicht eingespielte Mannschaft installieren musste – keine guten Voraussetzungen für Kontinuität und Erfolg.

Kuhlmann: „Ich musste einiges schlucken“

Viel schlimmer noch seien aber immer wiederkehrende unangemessene Kommentare gewesen, die am Spielfeldrand von Zuschauern mit Blick auf Kuhlmanns Trainer-Vergangenheit gefallen sind. „Da musste ich einiges schlucken“, verrät er, geht dabei aber nicht näher ins Detail. Vor seinem Engagement bei den Blau-Weißen war Kuhlmann nämlich acht Jahre erfolgreich als Coach bei der Warendorfer Sportunion im Frauen- und Mädchenfußball – unter anderem auch in der Regionalliga – tätig.

Trotz der Nebenkriegsschauplätze hegt Kuhlmann keinen Groll und sagt: „Ich bin Aasee unfassbar dankbar.“ Ober er als Trainer woanders weitermachen werde, ließ er indes noch offen.

Startseite
ANZEIGE