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Fußball: Westfalenliga

Aufstieg oder nicht? Es knistert gehörig am Sportpark in Gievenbeck

Münster

Monatelang hat der 1. FC Gievenbeck auf diese Möglichkeit hingearbeitet, am Donnerstag ist es endlich soweit. Im Entscheidungsspiel um den Aufstieg in die Oberliga trifft der Westfalenligist auf den TuS Hordel aus Bochum. Es knistert am Sportpark.

Von Thomas Austermann

Torjäger Christian Keil (l.) möchte natürlich auch im Entscheidungsspiel treffen. Foto: Wilfried Hiegemann

Unbekannt ist dem 1. FC Gievenbeck als Club die Oberliga nicht. Dass es leidvolle Erfahrungen gab in den Spielzeiten 2012/13 und 2018/19 sowie den Abstieg für den jeweils Letzten, ist längst aufgearbeitete Geschichte. Jetzt geht es um die Zukunft. Ein einziges Spiel entscheidet über den Sprung in die Fünftklassigkeit. Der Westfalenliga-Zweite aus Münster empfängt am Donnerstag (18.45 Uhr) den Vize der anderen Staffel, den TuS Hordel aus Bochum. An dem Abend zählt‘s im Sportpark. Es knistert gehörig.

FCG-Trainer Florian Reckels steht dafür, keine überbordende Stimmung zu erzeugen. Der Wochenplan ist kein Stück anders als sonst. Auch am Spieltag gibt es keine Extras. Der freie Mittwoch blieb zum Runterkommen. Der Gymnasiallehrer drehte in einer kurzen Unterrichtspause joggend seine Runden – wie immer mal wieder. Es tut ihm gut. „Das ist für mich wie Ausruhen.“

FCG „zu 100 Prozent“ gerüstet

Der akribische 39-Jährige sieht seinen Kader „zu 100 Prozent“ mental gerüstet für das Entscheidungsspiel, nach dem keine Fragen offen bleiben. „Wir haben in den letzten Wochen so viele Partien mit Endspielcharakter bestritten“, sagt er und setzt auf Erfahrungswerte. „Wir haben gemerkt: Wenn wir alles investieren, kann es klappen.“ Zumal daheim, „wo wir uns wohlfühlen“, sei das Selbstbewusstsein größer. Die Breite im Aufgebot ist vorhanden, das etliche Alternativen bietet. Ein Schlüsselbereich ist die Abwehr vor Keeper Nico Eschhaus, die das Fehlen von Johann Scherr auffangen muss.

Trainer Florian Reckels kann mit dem FCG den Aufstieg in die Oberliga schaffen. Foto: Jürgen Peperhowe

Bei „50:50“, so Reckels, stünden die Chancen. Hordel komme mit einem enormen Erfahrungspaket angereist. „Der TuS ist sehr stark, weil er er sehr routiniert besetzt ist.“ Auch höher als Oberliga spielten bereits viele Bochumer, die in Abwehrmann Patrick Polk und Mittelfeldspieler Pascal Beilfuß spielende Trainer in einer seltenen Konstellation anführen. Unter den 17 Torschützen der Serie ragt der 1,90 Meter große Polk heraus mit zwölf Toren. Der ehemalige Regionalliga-Spieler (Wuppertaler SV, TSG Sprockhövel und Westfalia Rhynern) trifft gerne nach Standards per Kopf und vom Elfmeterpunkt.

Keil beeindruckte mit Rekordrunde

FCG-Torjäger Christian Keil beeindruckte durchweg in seiner Rekordrunde – 23 Treffer und sieben Vorlagen sammelte der Kapitän, der nur eins von 34 Spielen nicht mitmachte. Wenngleich außer bei Guglielmo Maddente Regionalliga-Erlebnisse fehlen, haben Kicker wie Keil, Eschhaus, Nils Heubrock und Michael Fromme Oberliga-Kenntnisse bereits aus 2012/13 und Männer wie Daniel Geisler, Maximilian Brüwer, Justus Kurk, Janes Niehoff, Miclas Mende und Jannik Balz auch welche aus der anderen Phase. Nicht zu vergessen Jan-David Volmering, erprobt in der Oberliga Niederrhein.

„Wir haben große Lust auf die neue Herausforderung namens Oberliga“, sagt Reckels. „Wir haben darauf hin gearbeitet, ohne als Top-Favorit zu gelten. Und bis auf einen kleinen Hänger vor der Winterpause haben wir eine starke Saison gespielt.“ Deren Krönung ist möglich mit der Zusatzchance. Dafür treten die „49er“ an.

Liveticker aus dem Sportpark ab 18.30 Uhr: www.wn.de/sport

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