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Tennis

Bärchen-Cup erstrahlt wieder in voller Pracht

Münster

Die Bären sind los – endlich wieder: Nachdem im vergangenen Jahr „nur“ auf den Tennisplätzen rund um den Bärchen-Cup Betrieb war, wird bei der fünften Auflage Ende Juni auch das beliebte Rahmenprogramm wieder hoch gefahren. Mit kleinen, aber feinen Neuigkeiten.

Von Ansgar Griebel

Im Juni lockt der Bärchen-Cup wieder auf die Plätze der THC-Anlage: Wieder mit dabei sind Lutz Rethfeld (l.) und Natalie Leppen (r.) vom Orga- und Veranstalter-Team. Foto: Jürgen Peperhowe

Im Münchner Museum für Mensch und Natur hält Bruno einsam die Stellung. Der Braunbär, der im Frühjahr 2006 im bayrischen Hinterland Schafswiesen und Hühnerställe unsicher machte und weltweit als „Problembär“ für Schlagzeilen gesorgt hatte, geriet am 26. Juni 2006 humorlosen Auftragsjägern ins Visier – und dient seit 15 Jahren ausgestopft als Blickfang der Museumsbesucher. Auch Münster hatte sein „Problembärchen“: Nur dass das namensgebende Plüschtier des „Bärchen-Cups“ eben nicht zu häufig, sondern zuletzt kaum noch gesichtet wurde und fehlte. Die gute Nachricht: Er lebt – und er kommt zurück. Vom 26. Juni bis zum 2. Juli findet das Turnier der Europe-Tennis-Serie für Zwölfjährige in voller Pracht auf der Anlage des THC Münster statt.

Ausfall und Corona-Ausgabe

2020 fiel das Turnier ersatzlos Corona zum Opfer, im vergangenen Jahr kehrten zumindest die jungen Akteure zurück auf die Plätze. Doch am Rand herrschten nach wie vor der eher minimalistischer Maskenball und Corona-Tristesse. Immerhin boten die Talente bei der damals vierten Auflage den Besuchern die wohl stärksten Finals der jungen Turniergeschichte.

Auch in diesem Jahr haben Spieler und Spielerinnen aus 23 Nationen – meist die besten Nachwuchskräfte ihres Jahrgangs – gemeldet. Selten waren Zwölfjährige so dicht am ganz großen Tennis wie heute, wo 19-Jährige wie Carlos Alcaraz, Holger Rune und Leylah Fernandez die Superstars bei den Grand-Slams das Fürchten lehren.

Top-Sport garantiert

Top-Sport ist also garantiert – und zur großen Erleichterung der Turnierorganisatoren kann auch das Rahmenprogramm wieder auf bärenstarke Beine gestellt werden. Der Kids-Day ist zurück mit Schnuppertennis für die Jüngsten, das Charity-Turnier kann wieder Spaß und Spenden verbinden, und endlich können die Veranstalter von der Tennis-Akademie „Best-of-5“ wieder zum obligatorischen Sponsorenabend bitten.

Schwierige Zeiten

Kein ganz unwesentlicher Programmpunkt für Natalie Leppen, die nach getaner Vorbereitung und erfolgreicher Akquise glücklich, erleichtert, aber auch ein wenig erschöpft ist. „Das war gar nicht so einfach“, erzählt die Marketing-Chefin. „Viele Unternehmen würden gerne mitmachen, aber durch die Corona-Phase müssen eben auch viele ihre Etats komplett überdenken.“ Doch die Finanzierung ist gesichert, zufriedene Sponsoren freuen sich auf einen Auftritt im Rahmenprogramm.

Leppen folgt Geanta als Turnierdirektor

Nicht mehr dabei ist der Turnierchef der ersten Stunde: Ion Geanta verabschiedete sich im April mit 72 in den Ruhestand und zurück nach Rumänien, doch auch seine Planstelle ist wieder adäquat besetzt. Dirk Leppen hat dem beschlagenen Turnier-Profi in den vergangenen Jahren genau über die Schulter geschaut und viel gelernt: „Von einem der Besten.“ Der 55-Jährige komplettiert mit dieser Aufgabe sein breites Tennis-Portfolio. „Das fehlte mir noch“, lacht der Münsteraner, der einst mit Boris Becker die Schläger kreuzte und nach der Karriere als Trainer und Akademieleiter immer dem Tennis treu blieb.

Jetzt also auch als Turnierdirektor und Bärchen-Dompteur – auch wenn ausgerechnet das niedliche Wappenturnier doch wieder etwas Sorge bereitet. Das beliebte Bärchen-Mobil bleibt im Juni in seiner Garage in Versmold. Hauptsponsor Reinert hat seinem Markenzeichen ein modernes Face-Lifting verpasst – es ist also doch nicht mehr ganz das Alte, aber es lebt ...

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