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Leichtathletik: Westfalenmeisterschaft:

„Bärenstark“: Brillux holt sieben Titel, LSF-Ass Bergerfurth siegt doppelt

Münster

Zurückbleiben bitte: Die Leichathleten der LG Brillux und Sportfreundin Nina Bergerfurth vom LSF Münster legten bei den Hallen-Westfalenmeisterschaften in Dortmund einen Blitz-Start ins neue Jahr hin.

Von Ansgar Griebel

Luka Herden (l.) und Jakob Bruns (M.) sorgten für zwei von vielen Höhepunkten bei den Westfälischen Hallenmeisterschaften der Leichtathleten in Dortmund. Foto: Imago/Peter Weber

Titel und Platzierungen sollten bei den Westfälischen Hallenmeisterschaften in der Leichtathletik eigentlich nur eine Nebenrolle spielen, dennoch nahm sich Jörg Riethues, Cheftrainer der LG Brillux Münster, nach den beiden Wettkampftagen in Dortmund einmal die Zeit und zählte durch: „Ich war vor allem mit den Leistungen sehr zufrieden, aber die Platzierungen konnten sich dann auch sehen lasen.“

Als da wären: Sieben Titel, vier silberne und acht Medaillen in Bronze machten die ersten beiden Abschnitte der dreiteiligen Titelkämpfe zu einer glänzenden Angelegenheit für die Leichtathletik-Gemeinschaft, die mit großem Aufgebot zur Strobelallee gefahren war. Deutlich kleiner, aber ebenfalls sehr erfolgreich war die Truppe der LSF Münster im Einsatz. Die junge Laufsportfreundin Nina Bergerfurth sicherte sich erst am Samstag in glänzenden 2:20,56 Minuten den U-20-Titel über 800 Meter und einen Tag später dann die Goldmedaille über 3000 Meter in 10:42,19 Minuten.

Bruns und Sundermann sorgen für Freude

Im Team der LG sorgten vor allem die neuen Titelträger über die 200 Meter für Freude: Jakob Bruns verbesserte seine gerade erst 14 Tage alte persönliche Bestleistung erneut und stürmte in 21,46 Sekunden zum Titel, in der U 20 knackte der neue Westfalenmeister Bastian Sundermann in 21,97 Sekunden erstmals die 22er-Marke. „Bärenstark“, lobte Riethues die Leistungen der Schützlinge des Trainer-Teams Lars Goldbeck und Jan Vogt, das zudem nach Platz zwei und für Weitsprung-Spezialist Luka Herden (6,79 Sekunden) und Rang drei für  Markus Greufe (6,80 Sekunden) bei seiner Saisonpremiere zwei schnelle 60-Meter-Sprinter mit geknackter A-Norm zur Hallen-DM im Februar schicken kann.

Nicht minder große Freude Freude bereitete Riethues allerdings ein selbst verordneter zweiter Rang: Auf Trainerrat startete U-20-Mittelstreckler Silas Zahlten in Dortmund bei den Senioren und musste am Ende nur dem überragenden Marius Probst den Vortritt lassen. Hinter dem Mann vom TV Wattenscheid lief dann aber schon der Schüler des Pascal-Gymnasiums in bärenstarken 8:20,97 Minuten über die Linie. „Damit ist er nun die Nummer eins der deutschen Bestenliste bei der U 20“, sagte Riethues über den gelungenen Coup. „Ich wollte Silas in ein schnelles Rennen schicken – hat geklappt.“ In der Freiluftsaison würde diese Zeit sogar das Tor zur anstehenden Junioren-EM öffnen.

Junge Hochstabler überzeugen

Hoch hinaus wollten am Wochenende die jungen Hochstabler der LG: In der M15 steigerte Niklas Workert seine persönliche Bestleistung um stolze 60 Zentimer auf 3,60 Meter und sicherte sich den Titel, Platz drei ging an Vereinskamerad Justus Wehner (3,30 Meter), der wie Workert aus Havixbeck zur LG gewechselt war. Seine Wettkampf-Premiere im LG-Dress krönte Neuzugang Patrick Hüsken (M 14) gleich mit zwei Titeln: Drei Meter überquerte er im Stabhochsprung, mit 11,47 Metern sicherte er sich anschließend auch im Kugelstoßen den Titel.

In den vergleichsweise schmal besetzten 3000-Meter-Konkurrenzen holten Kerstin Schulze Kalthoff und U-20-Athletin Leonie Kruse die Meisterschaften. Knapp am Titel vorbei ging es für das U-20-Sprinttrio der LG Brillux, das im 60-Meter-Finale mit Maja Huesmann, Guely Batantou und Liv Patterson die Rängen drei bis fünf belegte. Schneller denn je zuvor rannte Dreispringer Leonard Horstmann die 60 Meter. 7,14 Sekunden bedeuteten Platz zwei für ihn in der U 20, persönliche Bestleistung und die A-Norm für die Junioren-DM.

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