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Reiten: Agravis-Cup

Bebende Richterherzen im Finale: Widmann wird „Derby Star von Morgen“

Münster

Die Reise von München nach Münster hat sich für Rudolf Widmann auf jeden Fall gelohnt. Er darf sich mit seinem Pferd Revenant nun „Derby Star von Morgen“ nennen. Er gewann nicht nur das Finale dieser Turnierserie, mit seinem zweiten Pferd Ferrari OLD ritt er auf den dritten Platz.

Rudolf Widmann aus München gewinnt mit Renevant das Finale der „Derby Stars von Morgen“ und wird mit Ferrari (Foto) Dritter. Foto: Jürgen Peperhowe

Erster und dritter Platz im Finale der „Derby Stars von Morgen“ – da kann ein Reiter nicht anders, als einfach nur zu strahlen. Die gleiche Platzierung wie am Tag zuvor in der Qualifikation. Rudolf Widmann vom RA München siegte mit Revenant und belegte mit Ferrari OLD Platz drei, war begeistert von seinen beiden Vierbeinern, die mit 74,302 und 70,907 Prozent nur eine Lücke für Meike Lang (RV Winnenden u.U.) mit Ferrabeau mit 71,558 Prozent zwischen sich gelassen hatten.

Hohe Grundqualität

Großes Lob gab es von den beiden Kommentatoren Christoph Hess und dem U-25-Bundestrainer Sebastian Heinze für Widmanns Ritte. Sie bescheinigten beiden Pferden des Müncheners großes Potenzial für die Zukunft. Bei Ferrari waren sie der Ansicht, dass der „Musterschüler mit hoher Grundqualität“ gelegentlich etwas runterkommen könnte. Nicht einfach bei einem Pferde, das zeigen will, was es schon kann. Widmann vermochte nach den Ritten gar nicht zu sagen, mit welchem Pferd es ihm mehr Spaß gemacht habe. „Ich liebe sie beide mit ihren Vor- und Nachteilen“, sagte er. Und fügte mit einem Augenzwinkern hinzu. „Nachteile haben beide Pferde eigentlich überhaupt nicht.“

Rudolf Widmann

Der zweitplatzierten Meike Lang attestierte Hess „tolle Piaffen. Da bebt das Richterherz.“ Ferrabeau habe Energie, Saft, Dynamik und Eigenenergie – also alles was ein zukünftiges Grand-Prix-Pferd benötigt.

Für jeden Reiter hatten Hess und Heinze Tipps, von denen nicht nur die Person im Sattel, sondern auch das Publikum profitieren konnte. Hess erklärte, warum es auch „positive Fehler“ geben könne. Wenn ein Pferd schöne Galoppwechsel springe, aber einen technischen Fehler mache, könne der Reiter daran arbeiten und es beim nächsten Mal besser machen. Seien die Wechsel schon mit wenig Qualität, dann gebe es kaum noch Potenzial nach oben.

Anna Schölermann ist beste junge Reiterin

Genug Potenzial haben Heinze und Hess jedoch bei allen Finalisten gesehen. Sei es bei den jungen Reitern, die demnächst im Grand Prix Fuß fassen wollen, oder bei den jungen Pferde, die an höhere Aufgaben herangeführt werden sollen. Beste junge Reiterin im Klassement war Anna Schölermann (RV Altauental) mit Bon Scolari auf Platz zehn.

Für Widmann war es der erste Start in Münster. „Das war richtig toll hier“, resümiert er und kündigte an: „Ich komme auf jeden Fall wieder.“

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