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Fußball: Westfalenliga

Beeindruckende Serie: Gievenbeck klopft ans Tor zur Oberliga

Münster

Der 1. FC Gievenbeck ist durch das 3:0 am Donnerstagabend beim VfB Fichte Bielefeld wieder an die Spitze der Westfalenliga gesprungen. Zwölf Spiele stehen noch aus – alles scheint drin für das Team von Trainer Florian Reckels, das von Clubseite bestens umsorgt wird.

Von André Fischer

Christian Keil, Michael Fromme und Asmar Paenda (v.l.n.r.) klopfen mt dem FCG an das Tor zur Oberliga. Foto: Peter Leßmann

Im Amateurbereich stecken Fußballer viel Zeit und Herzblut in ihr Hobby. Und sie bringen Opfer – die englischen Wochen während der Pandemie fordern mitunter ein hohes Maß an Flexibilität und Belastbarkeit. Das zieht sich wie ein roter Faden durch alle Ligen. „Kompliment an unsere Jungs, die ziehen voll mit“, sagt Stefan Grädler, Kaufmännischer Leiter beim Westfalenligisten 1. FC Gievenbeck.

Erst am Donnerstag standen die Kicker im Duell mit Fichte Bielefeld auf dem „Acker“, stürzten förmlich aus dem Berufs- und Studentenleben in den Teambus gen Ostwestfalen. Der Lohn für all die Mühen war ein souveränes 3:0 – und die Rückkehr an die Tabellenspitze. Mehr als eine Momentaufnahme?

Zahlen sprechen für sich

Die Zahlen sprechen Bände. Sieben Spiele, sieben Siege, in Gievenbeck sind sie nahezu perfekt in das neue Jahr gestartet. Zwölf Partien verbleiben bis zum Kehraus – das Tor zur Oberliga steht zumindest einen Spalt weit offen. „Mag sein, aber das interessiert uns derzeit wenig“, übt sich Trainer Florian Reckels in gewohnter Zurückhaltung. Und Grädler fügt an: „Es kann noch so viel passieren. Von Vereinsseite gibt es keinen Druck, der Aufstieg ist kein Muss.“

Asmar Paenda (rechts) und der 1. FC Gievenbeck klopfen nach einer beeindruckenden Siegesserie an das Tor zur Oberliga. Der SV Rödinghausen II und der Delbrücker SC sind aktuell die ärgsten Konkurrenten im Kampf um die Meisterschaft. Foto: Wilfried Hiegemann/Grafik: Ann-Kathrin Schriever

Dabei unternimmt der Club alles, seiner kickenden Zunft das Fußballerleben so erträglich und behaglich wie möglich zu bereiten. Grädler, einst bei den Preußen als Trainer und beim Ex-Zweitligisten RW Ahlen als Manager involviert, weiß aus seinem reichhaltigem Erfahrungsschatz, wie wichtig es ist, dass sich das Personal schlicht wohl fühlt. In Bielefeld nahm er im Vorfeld Kontakt mit dem Caterer der Gaststätte am Stadion Rußheide auf, der den Gästen aus Münster ein Menü mit Nudeln und Hähnchen zauberte. Doppeltorschütze Guglielmo Maddente und Co. nahmen die „Fresspakete“ dankend mit in den Bus und füllten ihre Energiespeicher wieder auf. Das ist Wertschätzung.

Wenngleich Roland Böckmann, zuständig für die Finanzen, ab und an ob der Erfolgsserie die Hände über dem Kopf zusammenschlagen dürfte. In Gievenbeck werden Auflauf- und Punktprämien gezahlt. 50 Zähler stehen inzwischen auf dem Konto. Da kommt schon was zusammen. Sollte das Reckels-Team bis zum Saisonende weiter seine Kreise an der Spitze ziehen, muss der Club gehörig aus der Tasche. „Auch diese Dinge sind durchkalkuliert“, sagt Stefan Grädler. Genau wie die durchaus mögliche Rückkehr in die Oberliga. „Strukturell sind wir heute besser aufgestellt, als beim ersten Abenteuer“, so Grädler. Macht doch Mut!

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