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American Football: Oberliga

Blackhawks erwarten die Mammuts zu Münsters Superbowl

Münster

Das Derby ist zurück – und damit zumindest für die Football-Liebhaber in Münster einer der sportlichen Jahreshöhepunkte. Die Blackhawks empfangen die Mammuts im heimischen Käfig: 1000 Besucher finden am Samstag Platz in Blackhawks-Cage an der Sentruper Höhe. Wer zuerst kommt, der darf rein, und die Letzten bestraft wie üblich das Leben – diesmal in Zusammenarbeit mit den notwendigen Coronaschutzmaßnahmen.

Von Ansgar Griebel

2019 standen sich Blackhawks und Mammuts zum letzten Mal beim Derby gegenüber. Foto: Peter Leßmann

„Save the date“, das bezeichnet in Neudeutsch das, was die Footballfans seit Bekanntgabe des Spielplans der Football-Oberliga mit dem 18.9.2021 veranstaltet haben. Für diesen Samstag sind Klappkalender und Termindatenbanken unwiderruflich blockiert, analog kamen die Textmarker in allen Signalfarben zum Einsatz, digital wurde gefettet und unterstrichen, was die Tastatur hergab: Samstag, 21. September, 15 Uhr, Sentruper Höhe, Superbowl.

1000 Zuschauer – mehr geht nicht

Schon immer stand das Oberliga-Derby zwischen den Münster Blackhawks und den Münster Mammuts unter besonderen Vorzeichen, bis zu 5000 Zuschauer wollten sich in den vergangenen Jahren diese Begegnung nicht entgehen lassen. An diesem Samstag muss es aus gegebenem Anlass eine Nummer kleiner gehen, bei 1000 Besuchern gehen den Securitys am Eingang zum Blackhawks-Cage an der Sentruper Höhe die coronabedingt abgezählten Zugangsbändchen aus. Dabei ist die Vorfreude auf das Derby sogar noch größer als in den Vorjahren, wie Blackhawks-Chefcoach Alexander Naretz festgestellt hat: „So viele Anfragen am Telefon, persönlich, in den sozialen Netzwerken – ganz ehrlich, das gab es noch nie.“

3-G-Nachweis am Blackhawks-Cage

In Absprache mit dem Sportamt wurde ein Konzept erarbeitet, „das ein großartiges Footballfest ermöglicht“, so Naretz – im vergleichsweise kleinen Rahmen. „Es empfiehlt sich früh zu kommen“, sagt. Aus logistischen Gründen bleiben die Teams auf dem eingezäunten Hawks-Cage mit definierten Eingangsbereichen und weichen nicht auf den frei zugänglichen Hauptplatz aus. An den Eingängen werden Security-Mitarbeiter die 3-G-Nachweise kontrollieren, und dann geht es rein ins Vergnügen - für 1000 glückliche Zuschauer.

Ersatzsaison mit Potential

Im vergangenen Jahr musste die Saison abgesagt werden, jetzt hat der Verband seine Teams offiziell im Stromsparmodus auf die Reise geschickt. Die „Ersatzsaison“ ist angelaufen, am Ende werde es weder Auf- noch Absteiger aus dieser vierten Liga geben – so die offizielle Lesart. Hinter den Kulissen baut sich derweil ein anderes Szenario auf: Das Beben, das die Gründung der European Football-League (EFL) ausgelöst hat, könnte bis in die vierten Spielklassen durchschlagen und für massive Verschiebungen sorgen. Vieles spricht dafür, dass der Ersatzmeister dieser Oberliga-Runde mehr als nur eine Urkunde wird mitnehmen können.

Blackhawks mit Titelambitionen

Entsprechend ernst nehmen Blackhawks und Mammuts dieses Derby – obwohl es traditionell gar keines zusätzlichen Anreizes bedurft hätte. Alle Aktiven, Funktionäre und Fans stehen in diesem Nachbarschaftsduell ohnehin unter Hochspannung. Zumal die Ausgangsposition durchaus brisant ist: Beide Teams gehen mit zwei Siegen in die Partie. Allerdings brauchten die Mammuts um Trainer Sascha Krotil vier Anläufe dafür, während die Hawks erst zwei Mal auf dem Platz standen. Auf dem Weg zum Titel werden die Blackhawks also als Kandidat gehandelt, den Mammuts bleibt nach Stand der Dinge die Rolle der Meistermacher. „Wir stehen schon am Ende der Saison, die Blackhawks noch am Anfang. Das ist alles sehr schwer einzuschätzen“, sagt Krotil, der im Kader spürbare Verschleißerscheinungen zu verkraften hat. Die ersten Spiele quasi aus dem Nichts haben massiv Personal gekostet „und leider haben sich in dieser Woche nicht so viele Spieler gesund zurückmelden können, wie ich gehofft habe.“ Stattdessen wird ein ganz schmaler Mammuts-Kader bei den Blackhawks auflaufen, „aber keine Sorge, die haben alle richtig Bock und freuen sich riesig.“

Großer Respekt auf beiden Seiten

Allemal erwartet Krotil einen „ganz starken Gegner, der eine solide Base mit sehr guten Verstärkungen von Außen und aus der Jugend zu einer richtig guten Truppe geformt hat.“ Ganz ähnlich klingt die Gegner-Einschätzung von Alexander Naretz, der die Mammuts „als Bombentruppe mit hervorragenden Systemen und überragenden Trainern“ aus ihrer leichten Außenseiterrolle hervorlobt. Nach zwei vergleichsweise lockeren Siegen erwartet Naretz jetzt eine echte Herausforderung: „Die Mammuts sind schon ein ganz anderes Level. Aber wir sind auch super gut drauf und haben Bock auf dieses ganz besondere Spiel.“ Nicht nur sie ...

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