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American Football: Regionalliga

Blackhawks setzen den Traumstart fort

Münster

Die Münster Blackhawks sind aktuell nicht zu stoppen. Auch im fünften Spiel nach dem Aufstieg gab es einen Sieg. Gegen die Troisdorf Jets ließen sich die Gastgeber auch von einem frühen Rückstand nicht aus der Fassung bringen.

Von Michael Schulte

Wie sich die Bilder gleichen: Chris Busse packt in der Endzone entschlossen zu. Vom ersten Spieltag bis zum Ende der Hinrunde tauchte der Passempfänger zuverllässig auf dem Scoreboard auf. Foto: Peter Leßmann

Zweieinhalb Stunden Zeit muss man schon mitbringen, wenn man sich ein Football-Spiel anschauen möchte. Kein Wunder, dass da die klappbaren Campingstühle ihr Comeback feiern. Die Dinger lassen sich problemlos auf dem Gepäckträger transportieren, bieten eine Halterung für ein Getränk und man kann sich herrlich zurücklehnen. Und den nächsten Sieg der Blackhawks genießen.

Am Samstag waren die Troisdorf Jets die Leidtragenden – Endstand 33:9 für Münster. Es ist schon beeindruckend, wie sich der Aufsteiger in der Regionalliga schlägt. Fünf Spiele – fünf Siege. Und alle ausgesprochen deutlich. Chefcoach Alexander Naretz meint dazu nur: „Wir sind ganz gut in die Saison gekommen.“ Und will sagen: bloß nicht abheben, sondern schön auf dem Boden bleiben.

Furioser Start der Gäste

Die Sache mit dem Zurücklehnen und Genießen begann für Blackhawks-Fans am Samstag etwas verspätet. Schuld daran war der furiose Start der Gäste aus dem Rheinland, die ihren ersten Angriff mit einem Touchdown plus Zusatzkick abschlossen und damit 7:0 in Führung gingen. „Das war für uns ein völlig neues Gefühl. Aber die Art und Weise, wie wir das geschluckt haben und danach zurückgekommen sind, war schon gut. Und hat mir einmal mehr gezeigt, dass wir ein Team sind.“ Für Naretz und die zahlreichen Besucher war es im Anschluss eine wahre Freude, die schwarz-gedressten Münsteraner auf Touren kommen zu sehen.

Quarterback Nils Korella fütterte seine flinken Mitspieler mit sehenswerten Pässen und letztere bedankten sich mit den wichtigen Touchdowns. Am Samstag waren es Clemens Schuldt (2), Chris Busse, Jonas Gnesner und Florian Wirsen, die für sichtbare Veränderung auf dem Scoreboard sorgten. Dazu die drei Zusatzpunkte, die Marcel Kolov beisteuerte.

Beim 7:7 nach dem ersten Viertel waren die Gesichter auf der Blackhawks-Bank noch ziemlich angespannt, das löste sich zur Pause (20:7) ein wenig, ehe sich alles auf dem Weg zum 33:9-Erfolg völlig entspannte.

Teamsleistung steht über allem

„Wir haben einen sehr starken Gegner besiegt, weil wir uns gut vorbereitet haben.“ Für Naretz stand die Teamleistung über allem. Auch wenn sich am Samstag die Defense ein Sonderlob verdiente. Wann immer sich die stabilen Herren mit den hohen Rückennummern auf dem Platz aufbauten, gab es für die Gäste fast kein Durchkommen mehr. Auf diese Abwehrleistung ließ sich perfekt aufbauen, so dass auch die Offense richtig in Schwung kam. Eine Saisonprognose ließ sich Münsters Chefcoach nicht entlocken. „Mag ja abgedroschen klingen, aber wir denken von Spiel zu Spiel. Wir sind froh, dass es bislang so gut gelaufen ist. Wir hoffen alle, dass es so weitergeht.“ Damit das klappt, so Naretz, müsse sein Team sich jetzt erst mal erholen, dann weiter gut trainieren und mit voller Konzentration die nächste Aufgabe angehen. „Und immer schön auf dem Boden bleiben.“ So wie die Besucher – nur die dürfen sitzen.

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