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American Football: NRW-Oberliga

Blackhawks und Mammuts fiebern Derby entgegen

Münster

Sie scharren mit den Hufen, anders lässt es sich kaum ausdrücken. Die Münster Mammuts und die Münster Blackhawks trainieren seit einigen Wochen wieder und können es kaum erwarten, dass der Spielplan auf den Markt kommt. Die ersten Tests sind schon mal vereinbart.

Der Bürgermeister macht´s mit links: Benedikt Spangenberg weihte die nagelneuen Torstangen der Münster Mammuts mit seiner linken Klebe und einem präzisen Spannstoß ein. Foto: Philipp Hagemann

Die Tore stehen, das Wetter passt, die Inzidenz macht’s möglich – Mammuts und Blackhawks sind kaum noch zu halten. Die Aufbruchstimmung bei den American Footballern in Münster ist in jedem Training spürbar, beide Truppen stehen unter Strom und können die finalen Einsatzpläne des Landesverbands kaum erwarten. Bislang stehen nur die Eckdaten des geplanten Ersatzspielbetriebs, tagtäglich wird der offizielle Stempel für die Runde erwartet, die dann direkt nach den Sommerferien am 21. August starten soll.

„Die Vereine müssen das noch bestätigen“, sagt Mammuts-Chefcoach Sascha Krotil. „Wir wären auf jeden Fall so weit.“ Das kann Blackhawks-Kollege Alexander Naretz nur bestätigen. „Es macht so viel Spaß, wieder draußen und am Ball zu sein.“ Selbst die sozialen Netzwerke vibrieren: „Instagram, Facebook – überall kommen die Nachfragen, wann es wieder losgeht. Die Leute wollen wieder zum Football gehen.“

Die Mammuts haben bereits zwei Trainingscamps hinter sich, das dritte ist in Vorbereitung und soll direkt vor der Punkterunde für den letzten Feinschliff sorgen. „Wir haben schon richtig viel getan“, bestätigt Krotil. Am Ball sowieso – zuletzt aber auch mit vereinten Kräften als Handwerker: Die Sammlung für das neue Tor wurde erfolgreich abgeschlossen, mittlerweile steht der Rahmen, die Mammuts sind bereit ihn mit Leben zu füllen. Einzig mit den Testspielen hapert es aktuell noch ein wenig. „Da tun wir uns ein bisschen schwer“, gibt Krotil zu, „das ist in den Ferien nicht so einfach.“

Neue Torpfosten

Pünktlich zum Start des ersten Trainingscamps der Mammuts konnten die neuen Torpfosten auf dem Platz des SV Mauritz verankert werden. Bürgermeister Benedikt Spangenberg nahm bei der kleinen coronagerechten Einweihungsfeier als Erster das neue Ziel ins Visier und beförderte das Spielgerät ordnungsgemäß durch das Gestänge, das mit wenigen Handgriffen entfernt werden kann, wenn die Fußballer des Gastgebers zur Tat schreiten. Die alten Tore waren im vergangenen Winter an Rost und Altersschwäche dahingegangen – jetzt sind die Mammuts wieder bestens gerüstet. Eine erfolgreiche Crowdfunding-Aktion des Clubs sowie einige zusätzliche Sponsoren hatten die Neuanschaffung möglich gemacht. Als nächstes geht es im Winter an die Sanitärräume.

Der Lokalrivale ist in diesem Punkt schon einen Schritt weiter. Mit Kooperationspartner Paderborn ist das erste Testmatch fix. Am 8. August reisen die Münsteraner zu den Dolphins. Auch die Blackhawks haben die ersten Trainingslager schon absolviert – und haben mit knapp 70 Aktiven bei jedem Training immer volles Haus an der Sentruper Höhe.

„Es ist grad so eine Phase, in der alles, was du so anpackst, auch funktioniert“, schwärmt Naretz von der Aufbruchstimmung bei den Hawks und in ihrem Umfeld. „Mit so vielen neuen Leuten aus der Jugend, Quereinsteigern und Neuzugängen aus dem In- und Ausland.“ Allemal, so Naretz, könne „man sehr viel von den Blackhawks erwarten“. Da kann sich Krotil für seine Schützlinge nur anschließen – mit dem finalen Spielplan dürfte dann auch der Termin für das große Münster-Derby feststehen.

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