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Handball: Frauen-Verbandsliga

Bollwerk und Feuerwerk beim Sieg von Westfalia Kinderhaus gegen den VfL Brambauer

Münster

Siege können so schön sein. Vor allem, wenn die direkte Konkurrenz in die Schranken gewiesen wird. Am Samstag schafften das die Frauen von Westfalia Kinderhaus, die den Tabellenzweiten Brambauer mit 30:23 besiegten.

Michael Schulte

So sehen Sieger aus – und auch Spitzenreiter: Westfalias Verbandsliga-Frauen sind nach dem klaren Sieg im Top-Duell gegen Brambauer Tabellenführer. Foto: Jörg Riemenschneider

„Wir wollen die Mannschaft sehen“, schallte es von den Rängen des Kinderhauser Schulzentrums. Da ließen sich die Westfalia-Handballerinnen nicht lange bitten und führten noch einmal ihren Siegestanz auf. Den Tanz haben sie drin, schon aus der Vorsaison. Am Samstagabend aber wurde der Text ein wenig verändert: „Spitzenreiter, Spitzenreiter“, freute sich das Team von und mit Florian Ostendorf. Vorangegangen war eine starke Vorstellung der Kinderhauser Frauen, die den Verbandsliga-Zweiten VfL Brambauer beim 30:23 (15:12)-Sieg deutlich in Schach hielten.

War es im ersten Abschnitt noch recht ausgeglichen, so sollte sich das direkt nach Wiederanpfiff entscheidend ändern. Hinten ein Bollwerk, vorne ein Feuerwerk – so agierte die Westfalia und schraubte den 15:12-Pausenvorsprung in neun Minuten auf 21:12. Das war nicht die Vorentscheidung, das war die Entscheidung. Dem Gast war der Zahn gezogen, und die Gastgeberinnen ließen in der Folgezeit gar nichts mehr anbrennen. Ostendorf konnte munter durchwechseln und durfte zufrieden regis­trieren, dass auf jede seiner Spielerinnen absolut Verlass ist. „Es haben alle gezeigt, was sie draufhaben. Das war für mich das Schönste neben dem Sieg.“

Durch diesen Erfolg sind die Kinderhauser Frauen ihrem erklärten Saisonziel, dem Klassenerhalt, ein gehöriges Stück nähergekommen. Besser noch, am Samstagabend grüßten sie von der Tabellenspitze der Verbandsliga. Für Ostendorf kein Grund zum Umdenken. „Ich habe nie gesagt, dass wir gegen den Abstieg spielen. Ich habe immer gesagt, dass wir uns möglichst früh den Klassenerhalt sichern wollen. Was dann noch möglich ist, das warten wir ganz in Ruhe ab.“

Das können sie auch, denn in dieser Saison scheint so einiges möglich zu sein. Bei der Westfalia stimmt die Mischung aus Leistungsträgerinnen und Nachwuchstalenten. Dazu kommen eine optimale Trainingsbeteiligung und kaum Verletzungspech. Einzige Ausnahme: Alexa Beckmann mit ihrem Kreuzbandriss. Aber auch sie ist immer dabei, wenn Kinderhaus von Erfolg zu Erfolg eilt.

Am Samstag gegen Brambauer glänzten sie alle, ausnahmslos. Auch wenn man vor allem Torhüterin Anja Westbeld, Linkshänderin Kira Enders, Spielmacherin Anna Klapdor sowie Linksaußen Ann-Kathrin Glage ein Sonderlob aussprechen muss. Tore: Enders (7), Klapdor (6/2), Glage (4/1), Plett, Pohlkötter (je 3), Schibilla, Rehorst (je 2), Schwarz, Engelhardt, Müller-Deile (je 1).

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