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Fußball: Bezirksliga

Borussia und Neu-Coach Hupe müssen „nicht unbedingt wieder hoch“

Münster

Für Borussia Münster ging es im Sommer eine Liga runter, nun startet der Club mit Coach Henry Hupe das Projekt Landesliga-Rückkehr – auch wenn daran nicht die ganze Saison gemessen werden soll.

Diese Zeiten sind vorbei: Henry Hupe (r.) wird nicht mehr für Borussia Münster gegen den Ball treten. Ab jetzt trainiert er den Club, der jüngst in die Bezirksliga abgestiegen ist. Foto: Wilfried Hiegemann

Eine erste Duftmarke hat Borussia Münster mit dem 2:0-Sieg im Kreispokal gegen den SC Greven 09 bereits im ersten Pflichtspiel der noch jungen Saison gesetzt. „Das war ein guter Einstand, die Vorfreude auf den Bezirksliga-Start ist jetzt noch mal größer geworden“, sagt Henry Hupe, der ab sofort das Sagen an der Linie hat. Er folgt auf Yannick Bauer, der seine fünfjährige Amtszeit bei Borussia im Sommer beendete und nun bereits erwähnte Grevener coacht.

Westfalia Kinderhaus II, SC Münster 08 und GW Gelmer: Die ersten drei Ligapartien sind allesamt Stadtduelle. Heizt das die Vorfreude weiter an?

„Das macht auf jeden Fall den Charme dieser Liga aus“, sagt Hupe. „Es ist schön, gleich am Anfang kurze Wege und Anreisen zu haben.“ Auch die Duelle mit dem TuS Altenberge – genau wie Borussia aus der Landesliga abgestiegen – oder eben Greven 09 erwartet er mit Spannung. „Die Saison wird knallhart, weil es fünf Absteiger gibt“, sagt Hupe. „Wir wollen damit aber nichts zu tun haben.“

Muss die Borussia als Landesliga-Absteiger gleich den Wieder-Aufstieg anpeilen?

„Dass wir unbedingt hochgehen müssen, würde ich nicht sagen. Andererseits wäre es auch gelogen, wenn wir behaupten würden, dass wir nicht aufsteigen wollen“, meint Hupe. Also: Die Borussia soll oben mitspielen. Wofür das in der Endabrechnung reicht, bleibt abzuwarten. Der Abstieg im Sommer spielt jedenfalls keine Rolle mehr, wenn es nach Hupe geht. „Wir haben mit den Jungs einen Strich unter das gezogen, was letzte Saison passiert ist“, sagt der neue Trainer, der zuletzt Assistent von Preußen Münsters U 19 in der Junioren-Bundesliga war.

Was macht Hupe anders als sein Vorgänger Bauer, unter dem er selbst als Spieler aktiv war?

Hupe hat die Zeit als Aktiver unter dem Trainer Bauer genossen. „Ich war gerne Spieler unter ihm“, sagt Hupe. „Wir wollen aber jetzt unser eigenes Ding aufbauen – und die Jungs nehmen das super an.“ In der Vorbereitung sind alle vier Spielphasen behandelt worden, ein besonderer Fokus galt der Stabilität im Spiel gegen den Ball. „Wir wollen uns nicht hinten reinstellen, sondern viel Pressing spielen“, verrät Borussias neuer Coach. „Dafür brauchen wir viel Stabilität und eine Tiefensicherung.“

Der Kader

Wie ist die Personalsituation?

Lino Frisch und Wilko Schmidt (Auslandssemester) werden länger fehlen. Tim Hermann ist seit Mitte Februar auf Weltreise, einen festen Zeitpunkt für seine Rückkehr gibt es noch nicht. Hannes John behält die Kapitänsbinde. „Und die Neuzugänge haben sich gut eingelebt, sie bringen Elemente in unser Spiel, die uns vorher fehlten“, sagt Hupe und zählt auf: „Körperlichkeit, Alter, Erfahrung und Mentalität.“ Hupe selbst wird künftig nicht mehr auf dem Rasen stehen – und sagt: „Es juckt gar nicht mehr in den Zehen. Das Kapitel ist auf jeden Fall beendet.“

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