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Boxen: Deutschen Meisterschaften der Eliteboxer

Boxzentrum Münster gleich sechsfach vertreten

Münster

Mit sechs Athleten nimmt das Boxzentrum Münster an den Deutschen Meisterschaften der Eliteboxer vom 2. bis 6. August in Heidelberg teil. Oliver Ginkel gilt in der Klasse bis 80 Kilogramm mindestens als aussichtsreicher Medaillenkandidat, glaubt Cheftrainer Farid Vatanparast.

Von Alexander Heflik

In guter Form: Oliver Ginkel nach dem Sieg bei den NRW-Meisterschaften, Ringrichter Victor Ares verkündet das Urteil.

Deutsche Meisterschaften der Elite im Doppelpack: Vom 2. bis 6. August werden im Boxen die Titelträger gesucht, die es aufgrund von Corona im vergangenen Jahr nicht gab. In Heidelberg, einem der Bundes-Stützpunkte, werden die Meisterschaften ausgerichtet. Dann, im Dezember, werden die Titelkämpfe des Jahres 2022 in Straubing ausgetragen.

Das ist die einmalige Chance für die nationalen Eliteboxer aus den olympischen Klassen, zweifach entscheidend auf sich aufmerksam zu machen. Denn: Paris und die Olympischen Sommerspiele 2024 sind nicht mehr so weit entfernt – auch wenn das Internationale Olympische Komitee gerade erst dem Weltverband das Ausrichtungsrecht für die Qualifikation entzogen hat. Für die deutschen Faustkämpfer gilt, dass die beiden Meisterschaften im Jahr 2022 den Grundstein für ein mögliches Olympia-Ticket legen können.

Vatanparast und Yilderim coachen

Das Boxzentrum Münster schickt gleich sechs Aktive nach Heidelberg. Cheftrainer Farid Vatanparast und Hamdi Yilderim werden auf jeden Fall mit vor Ort sein, vielleicht kommt noch ein dritter Coach dazu. Die Athleten aus Münster hoffen auf einige Topresultate, vielleicht sogar den einen oder anderen Titel.

Zum Beispiel Oliver Ginkel: Mit 15 Jahren gewann er noch für die Faustkämpfer Mönchengladbach in der Klasse bis 66 kg den nationalen Titel. Nun, einige Jahre später, startet er in der Klasse bis 80 kg und gehört zum Favoritenkreis in der Eliteklasse. Vatanparast hält große Stücke auf ihn. Als NRW-Meister wollte er im Vorjahr zur DM reisen – Corona stoppte die Veranstaltung im Dezember 2021. Möglicherweise wird Ginkel kurzfristig noch international im Einsatz sein.

Laghmani aussichtsreich

Zudem startet Zalgai Laghmani aussichtsreich in der Klasse bis 63,5 kg. Er hat nun mehr Erfahrungen gesammelt, hatte 2019 schon Edelmetall bei der DM geholt. Allerdings ist seine Gewichtsklasse immer auch quantitativ stark besetzt. Der Weg zu Medaillen ist meist damit verbunden, zunächst zwei Kämpfe zu gewinnen. Nicht selten warten deshalb vier DM-Kämpfe auf den späteren Sieger.

Dakroub im Superschwergewicht

In der Gewichtsklasse bis 67 kg geht Michael Siemens an den Start. Gleich zwei Aktive vom Boxzentrum starten in der Klasse bis 71 kg mit Davit Korangbeheshti und Marcel Lapke. Im Superschwergewicht (über 91 kg) ist Ali Dakroub mit von der Partie. Gerade in dieser Klasse der „schweren Jungs“ entscheidet oft der eine Schlag, der „lucky Punch“. Das musste schmerzlich der ehemalige deutsche Vizemeister Patrick Walfort erkennen. Er verlor das Finale der Westfalenmeisterschaft durch einen solchen Schlag. Die in solchen Fällen verhängte Wettkampfsperre macht einen Start von Walfort zunichte.

Das Boxzentrum hat weitere fünf Athleten für die deutsche U-22-Meisterschaft qualifiziert. „Nach dem Ende der Sommerferien haben wir praktisch jede Woche Wettkämpfe mit unseren Athleten“, sagt Vatanparast.

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