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Leichtathletik

Brillux-Cheftrainer Riethues leitet bald auch den Landesstützpunkt

Münster

An Jörg Riethues führt bei der LG Brillux kein Weg vorbei. Auch nicht für den Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen, der den Cheftrainer der LG jetzt zum neuen Leiter des Landesstützpunktes Westfalen ernannt hat.

Von Ansgar Griebel

LG Brillux und FLVW machen gemeinsame Sache: Jörg Riethues (M.) arbeitet künftig für beide. Das freut (v.l.) LG-Geschäftsführer Jens Bruckmann, Sebastian Nowak, Leitender Landestrainer beim FLVW, den LG-Vorsitzenden Falk Sparenberg und FLVW-Vize Peter Westermann.

Es riecht hier nach Sport, kein Zweifel: Der Tartanboden versprüht diesen typischen Geruch nach Startblöcken, Spikes und Hochsprungmatten. Langsam kommt Bewegung in die fast noch leere Leichtathletik-Halle am Horstmarer Landweg, aber schon bald dürfte eine leise Schweißnote das Aroma verdichten. Kurz vor 18 Uhr versammeln sich die Sprinter der LG Brillux Münster um ihre Trainer Lars Goldbeck und Jan Vogt, auf der anderen Hallenseite instruiert Ronja Siekmann zwei junge Mehrkämpferinnen – ein ganz normaler Trainingsabend nimmt Fahrt auf. Erledigt ist zu diesem Zeitpunkt in einem eher schmucklosen Hinterzimmer ein alles andere als normaler Tagesordnungspunkt, der formelle Akt dazu dauerte kaum länger als ein flotter 50-Meter-Sprint. On your marks – get set – go: Eine Unterschrift auf das vorbereitete Vertragswerk, und die Leichtathletik im Münsterland setzt Kurs auf die Zukunft.

Im Seminarraum der Halle freut sich Sebastian Nowak, Leitender Landestrainer beim Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen, mit FLVW-Vizepräsident Peter Westermann über eine richtungweisende Personalie. Falk Sparenberg, Vorsitzender der LG Brillux, scheint ebenfalls sehr zufrieden mit dem Deal – und LG-Geschäftsführer Jens Bruckmann klopft dem Mann, um den sich in diesen Minuten alles dreht, im Vorbeigehen auf die Schulter. Denn Jörg Riethues, Cheftrainer der LG Brillux Münster, hat mit seiner Unterschrift einen Neustart besiegelt.

Startschuss am 1. Juli

Ab dem 1. Juli ist der 52-Jährige auch Leiter des Landesstützpunktes Münsterland. Er tritt die Nachfolge von Stefan Vinbrüx an, der zu Jahresbeginn als Disziplintrainer zum Bundesstützpunkt wechselte. Seither war der Landesverband auf der Suche nach einer Person, die das Münsterland, seine Besonderheiten, die Vereinsstrukturen und vor allem die jungen Leichtathleten und -athletinnen der Region kennt. Fast schon zwangsläufig führte die Spur zum ehemaligen Langstreckler, der vor gut 15 Jahren als Trainer zur damaligen LG Ratio stieß und seit 2013 als Sportwart Leistungssport die Fäden in Händen hält. Seit 2018 ist er zudem Vorsitzender des Kreis-Leichtathletik-Ausschusses – und jetzt Stützpunktleiter. Er soll die Talente im Münsterland finden, ausbilden „und dann vor allem halten“, beschreibt Nowak das Aufgabenfeld des Wunschkandidaten.

Alles auf den Sport

„Klingt komisch, aber dadurch bleibt mit jetzt sogar ein bisschen mehr Zeit“, sagt Riethues, der aber auch künftig wohl nicht mit 40 Wochenstunden auskommen wird. Der Münsteraner setzt ab sofort voll auf den Sport, am 10. Juni wird der Physician Assistent seinen letzten Arbeitstag an der Heliosklinik in Lengerich bestreiten, anschließend noch mehr Stunden als ohnehin schon an den Trainingsstätten verbringen.

Die LG Brillux plant, seinem einzigen hauptamtlichen Mitarbeiter ein Büro in der neuen Geschäftsstelle einzurichten. Der FLVW beteiligt sich an dem Gehalt des neuen Stützpunktleiters. Zunächst bis Vertragsende 2024, dann aber weiter im olympischen Vierjahresrhythmus. „Wenn nicht alles schlecht ist“, sagt Riethues. Davon geht allerdings niemand aus an diesem ganz normalen Trainingsabend in der Leichtathletik-Halle.

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