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Rudern: U-23-Europameisterschaften

Bronze für Kruse-Brüder und Waldschmidt rundet denkwürdige RVM-Saison ab

Münster

Bei den U-23-Europameisterschaften in Polen schafften es drei Athleten des RV Münster in die Medaillenränge. Ole und Sönke Kruse wurden mit dem deutschen Achter Dritte, ebenso Celina Waldschmidt im gesteuerten Vierer. Außerdem glänzten zwei Talente beim Bundeswettbewerb in Salzgitter.

Von Ansgar Griebel

Mit dem richtigen Biss aufs Siegertreppchen: Celina Waldschmidt (2.v.r.) sicherte sich mit dem gesteuerten Vierer ebenso EM-Bronze wie ihre Teamkollegen vom RV Münster Ole (kl. Foto r,) und Sönke Kruse (hinten) im Achter. Foto: Detlef Seyb

Trainer Thorsten Kortmann hatte es mit Abstand am besten: Der Coach des RV Münster hatte es sich in der Heimat vorm Computer-Bildschirm bequem gemacht und seinen langjährigen Vorzeigeschützling Felix Brummel zu Kaffee und Kuchen geladen. Gemeinsam verfolgten sie aus gut 800 Kilometern Entfernung die letzten internationalen Einsätze der RVM-Ruderer und -Ruderinnen in dieser denkwürdigen Saison.

Mit vier Aktiven war der Verein bei den U-23-Europameisterschaften im polnischen Kruszwica vertreten, drei von ihnen durften zum Abschluss der Wettkämpfe die Medaillen auf ihre Bissfestigkeit überprüfen. „Das war nach dem holprigen Start in die EM ein echt super Saisonabschluss“, freute sich Celina Waldschmidt, die mit dem gesteuerten Vierer auf Platz drei gerudert war. Auch Sönke und Ole Kruse ließen sich mit ihrer Achtercrew und einem Satz Bronzemedaillen stolz und zufrieden ablichten. Der ältere Bruder Ole nimmt sein Edelmetall jetzt als Andenken mit über den großen Teich zurück zum Studium in die USA, Sönke will die Plakette am kommenden Wochenende an Bord des Münster-Achters im Finale der Ruder-Bundesliga auf dem Aasee vergolden.

Nur Bührke ärgert sich

Einzig Leonard Bührke ging bei seinem ersten Freiluft-Auftritt im U-23-Bereich (noch) leer aus. „Bei uns lief es leider nicht ganz so wie erhofft“, so das nüchterne Fazit nach dem letzten Rang im Finale. Mangelnde Trainingsroutine und starke Gegner verdarben das EM-Debüt des 19-Jährigen – nicht jedoch die sportlichen Visionen. „Leonard musste leider lernen, wie hart das Leben im U-23-Bereich sein kann“, so die Ferndiagnose von Kortmann. „Aber ich denke, er hat gute internationale Erfahrung sammeln können – und das ist für den weiteren Werdegang von Bedeutung.“

Während der älteste Nachwuchs des RVM in Europa für Furore sorgt, machen die Jüngsten auf Bundesebene mobil: Bentja Schneider und Alva Werlemann lieferten beim Bundeswettbewerb in Salzgitter im Doppelzweier der 13- und 14-Jährigen und bei den Zusatzwettbewerben Top-Leistungen ab und wurden mit insgesamt drei Silbermedaillen belohnt – ein starker Auftritt und mehr als ein Silberstreif am Horizont.

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