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Boxen: U-19-WM

Trotz fragwürdigem Urteil: Wie Vizeweltmeisterin Schünemann zum Vorbild wurde

Münster

Carlotta Schünemann ist 18 Jahre alt – und nun Vize-Weltmeisterin im Weltergewicht in der Altersklasse bis 66 kg. Die Aktive vom Boxzentrum Münster schmiedet bereits neue Pläne mit ihrem Trainer Dima Pirushkin.

Volltreffer: Carlotta Schünemann (rechts) im WM-Finale gegen die Kasachin Bakyth Seidish Foto: privat

Die silberne Medaille trägt Carlotta Schünemann nicht mit sich herum. Kein Glücksbringer, kein Talisman, eher nüchtern schaut die 18 Jahre alte Boxerin auf das Stück – ja aus was ist die Medaille überhaupt? „Schön ist sie nicht wirklich“, erzählt sie, zum Pressetermin hat sie die rundliche Plakette nicht mitgebracht. Es gefällt ihr nicht wirklich, das Schmuckstück von Alicante, das für sie keines ist. Zweiter Platz bei einer Weltmeisterschaft. Andere würden abheben, sie bleibt gelassen. Genau dafür hat sich die Abiturientin, die in Telgte lebt und am Gymnasium Mauritz die Matura abgelegt hat, in den letzten 18 Monaten wirklich geschunden. Für diese vier Kämpfe bei der U-19-WM im spanischen Alicante wurde vieles geopfert. Um dann im bisherigen größten Kampf ihres (Boxerinnen-)Lebens zu verlieren. Wie so oft im Amateurboxen, wie auch häufig bei den Profis, war das Urteil fragwürdig.

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