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Boxen: U-19-Weltmeisterschaft in Alicante

Carlotta Schünemann kämpft am Samstag um Gold

Münster

Die 18 Jahre alte Carlotta Schünemann vom Boxzentrum Münster kämpft am Samstag um den Weltmeistertitel in der U-19-Klasse. Gegnerin ist dann die Kasachin Bakyt Seidish.

Die Münsteraner Boxerin Carlotta Schünemann greift am Samstag nach WM-Gold in der Altersklasse U19. Foto: Schünemann/privat

Das Boxzentrum Münster fiebert mit. Carlotta Schünemann, 18 Jahre alte Deutsche Meisterin in der Gewichtsklasse bis 66 Kilogramm, kämpft am Samstag in Alicante bei der U-19-Weltmeisterschaft um Gold. Fast ein Jahrzehnt nachdem Darlene Jörling WM-Silber geholt hatte und zuvor Europameisterin in der U-19-Klasse bis 69 Kilo geworden war, greift nun wieder eine Boxerin aus Münster nach dem WM-Titel.

Wechsel der Gewichtsklasse

Vor einem Jahr, als Schünemann noch eine Gewichtsklasse höher unterwegs war, sprachen Cheftrainer Farid Vatanparast sowie Heimtrainer Dima Pirushkin mit der jungen Athletin nicht nur über einen Wechsel der Gewichtsklasse, das „Abschwitzen“ um drei Kilo. Nein, damals wurde auch die Idee geboren, dass die Abiturientin nicht nur deutsche Meisterehren ins Visier nehmen sollte, sondern auch bei internationalen Veranstaltungen ganz oben ins Regal greifen müsste.

Nationale Titelträgerin wurde Schünemann 2022, gewann den international besetzen Brandenburg-Cup und sammelte Erfahrungen auf Topniveau bei Turnieren in Polen sowie Kader-Lehrgängen der Nationalmannschaft. Vor der WM, Anfang des Monats wenige Stunden vor dem Abflug ins abschließende Trainingslager nach Alicante, sprach sie ihre Hoffnung aus: „Ich fahre zur WM und möchte mindestens eine Medaille holen.“

Koutsochristou bereitete sich auch in Münster vor

Das war bereits geschafft nach dem zweiten Kampf und dem Sieg im Viertelfinale über die Lettin Kitija Zalberga. Im dritten Kampf gegen Juliannys Alvarez Franco aus Venezuela siegte die 18-Jährige bereits in der ersten Runde vorzeitig. „Das war für sie der einfachste Kampf“, sagte Pirushkin, der in Alicante noch ein zweites goldenes Eisen im Feuer hat.

Chrisovalantou Koutsochristou aus Menden wurde ebenfalls in Münster in Schwung gebracht, sie kämpfte am Freitag in der Klasse bis 54 Kilo um Gold. „Natürlich ist das für uns großartig“, sagt Pirushkin. Von den deutschen Nachwuchsboxern erreichte ein Trio die Finals – allesamt junge Frauen, denn auch Ari Aysa (Köln) kämpfte am Freitag in der Klasse bis 57 Kilo gegen Yoseline Perez (USA) um den Titel.

Deutsches Frauen-Trio in WM-Finals

Die beiden in Münster vorbereiteten Boxerinnen werden sich jeweils mit Athletinnen aus Kasachstan messen. Koutsochristou trifft auf Elina Bazarova, Schünemann auf Bakyt Seidish. „Es ist machbar für Carlotta“, sagte Prisuhkin mit aller Vorsicht, denn: „Entscheidend werden in diesem Kampf vor allem der Biss und der Wille sein.“

Schünemann und ihr Team haben sich am Freitag per Videos die Gegnerin aus Kasachstan zurechtgelegt. Die Analyse konnte nur so stattfinden, da beide Halbfinals praktisch zeitgleich in den beiden Ringarenen von Alicante liefen. Am Samstag gibt es nur noch einen Ring, hier fällt die Entscheidung. Carlotta Schünemann ist nur noch gut zehn Minuten von einem möglichen WM-Titel entfernt. Der Showdown von Alicante wartet.

Die WM-Final-Kämpfe können per Livestream über Youtube verfolgt werden.

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