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Boxen: WM-Qualifikation in Schwerin

Dariusz Lassotta greift nach dem Ticket im Schwergewicht

Münster

Nur drei Boxer aus Nordrhein-Westfalen haben den Sprung in die Qualifikation für die Weltmeisterschaft der Elite in Belgrad geschafft. Dariusz Lassotta aus dem Boxzentrum Münster ist einer von ihnen. Er kämpft am Samstag in Schwerin gegen Jonathan Fischbuch um das begehrte Ticket.

-afi-

Zwei, die sich blendend verstehen: Dariusz Lassotta (links) und Trainer Engin Bereketoglu Foto:

Heimspiel für Dariusz Lassotta: Im Olympiastützpunkt Schwerin geht es am Wochenende für das Schwergewicht in der Klasse bis 92 Kilogramm um das Ticket zur Weltmeisterschaft der Elite in Belgrad (15. bis 25. Oktober). Das 23-jährige Talent aus dem heimischen Boxzentrum trainiert seit geraumer Zeit als Mitglied der Nationalmannschaft unter dem ehemaligen Amateurboxer Michael Timm in Mecklenburg-Vorpommern. Sein Gegner am Samstag ist der Ludwigsburger Jonathan Fischbuch, Deutscher Meister 2019. Interessant: Lassotta ist neben Mert Caliskan (BuS Dinslaken) und Ben Ehis (Velberter BC) einer von nur drei Aktiven aus Nordrhein-Westfalen, die es in die Qualifikation geschafft haben.

„Ich freue mich für ­Dariusz, er hat die Chance, die Nummer eins der deutschen Setzliste zu werden“, sagt sein Trainer Engin Bereketoglu. Er wird ihn begleiten. „Mental ganz wichtig für mich“, weiß sein Schützling, der aktuell exakt das gewünschte Kampfgewicht auf die Waage bringt. Das vorzeitige Aus bei der namhaft besetzten U-22-EM im italienischen Roseto degli Abruzzi im Juni ist längst abgehakt. „Daraus habe ich gelernt“, sagt Lassotta, der sich nun voll und ganz auf seine Karriere „unter Männern“ konzentrieren will. Sollte er den Sprung zur WM schaffen, geht es um ein sattes Preisgeld. Für den Sieg bei den schweren Jungs sind 100 000 Euro ausgelobt. „Davon würde ich mir den Großteil an die Seite legen“, schweift Lassotta in seinen Gedanken ab. In seiner Heimat in Oberaden, dort wo die Familie wohnt, würde er ganz gerne mal ein Eigenheim bauen. Zukunftsmusik.

Samstag geht es drum, ob er diese Träume weiter leben darf. „Ich fühle mich bereit, den nächsten Schritt zu machen.“ Mit Bereketoglu an seiner Seite. Die beiden arbeiten seit vielen Jahren zusammen. „Ich traue ihm alles zu“, sagt sein Coach. „Er muss nur konstant gut boxen, das ist alles.“ Trainiert hat Lassotta in den vergangenen Monaten an sechs Tagen in der Woche. Montags bis donnerstags in Schwerin, freitags in Münster – samstags absolvierte er meist eine lockere Laufeinheit in der Heimat. „Nur am Sonntag hab‘ ich runtergefahren“, erzählt er. Ein strammer Plan. Er weiß, wofür’s gut ist. Der junge Mann will unbedingt die Karriereleiter rauf.

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