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Reiten: CHIO in Aachen

Das EM-Ticket der Reiter liegt in der Soers

Münster

Münster gilt als heimliche Pferdehauptstadt Deutschlands, zwei Mal im Jahr sogar als Pilgerort der Reitsportfans. Doch Aachen kann mit dem CHIO dagegenhalten – und prompt machen sich die besten münsterischen Reiter dieser Tage auf den Weg in die Kaiserstadt.

Henner Henning

Ab zur EM: Ingrid Klimke will sich in Aachen mit Hale Bob endgültig das Ticket sichern. Foto: dpa

Der CHIO in Aachen übt auf alle Reiter einen besonderen Reiz aus. Klar, da sind die insgesamt 2,8 Millionen Euro Preisgeld, die Rang und Namen zum Weltfest des Pferdesports locken. Aber da sind auch das ganz eigene Flair und die außergewöhnliche Atmosphäre in der Soers, die ihren Charme versprühen – und Jahr für Jahr Sportler wie Zuschauer verzaubern. „Aachen ist immer etwas ganz Besonderes, dort trifft sich die große Reiterfamilie“, sagt daher auch Ingrid Klimke, die jedoch nicht nur wegen der guten Stimmung nach Aachen reist. Nein, für sie wie für viele weitere deutsche Reiter geht es in der Kaiserstadt neben Prestige und Preisgeld auch um die Nominierung für die Europameisterschaft.

Die findet für die Vielseitigkeitsreiter in diesem Jahr in Strzegom (Polen) statt, auf der Longlist für die Titelkämpfe (17. bis 20. August) steht die Münsteranerin bereits. Nun will sich die Reitmeisterin mit Hale Bob ab Freitag final bei Bundestrainer Hans Melzer empfehlen. Gut vorbereitet sieht sich Klimke mit ihrem Wallach. „Wir haben alle drei Disziplinen noch einmal sorgfältig geübt, er ist gut in Schuss“, sagt Klimke, die mit Hale Bob bei einem Longlist-Training war, am Berg galoppiert ist sowie vor der Haustür beim Turnier in Roxel eine Zwei-Sterne-Prüfung der Klasse M gegangen ist.

In Aachen wird die 49-Jährige mit Parmenides ein zweites Pferd satteln. Der 13-jährige Trakehner-Wallach wird die Jagdspringprüfung über Gräben und Wälle sowie einen kombinierten Teamwettbewerb bestreiten.

Doch Klimke ist nicht die einzige Reiterin des RV St. Georg, die in der Soers dabei ist. Ins Dressurviereck gehen Anabel Balkenhol – sie wird Heuberger satteln – und Helen Langehanenberg, die mit Damsey noch leise EM-Hoffnungen hegen darf. Isabell Werth und Sönke Rothenberger scheinen gesetzt. Doch neben Hubertus Schmidt und Dorothee Schneider ist das B-Kader-Mitglied und die DM-Vierte Langehanenberg eine Kandidatin, nachdem sie sich mit ihrem Hengst in diesem Jahr noch einmal mächtig gesteigert und für Furore gesorgt hat – auch dank der 80-Prozent-Ritte. Mit Brisbane hat sie zudem ein zweites Pferd dabei, das in Aachen die kleine Tour gehen wird.

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