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Fußball: Kreisliga A

„Das geht gar nicht“: Unverständnis bei Mauritz nach Hönicke-Rot

münster

Eigentlich hätte es für den SV Mauritz am letzten A-Liga-Spieltag des Jahres nicht besser laufen können. Gegen den BSV Ostbevern gewann das Team nach Rückstand mit 2:1 – verlor dabei aber Leistungsträger Nils Hönicke durch einen Platzverweis.

Von Kevin Michaelis

Nils Hönicke (Mauritz, vorne rechts) kassierte gegen den BSV Ostbevern die erste glatte Rote Karte seiner Karriere. Foto: Ralf Aumüller

Eigentlich hätte es für den SV Mauritz am letzten A-Liga-Spieltag des Jahres nicht besser laufen können. Gegen den BSV Ostbevern gewann das Team von Trainer Ivo Kolobaric nach Rückstand mit 2:1. Im direkten Verfolgerduell teilten sich der SV Ems Westbevern und die SG Sendenhorst mit 1:1 Punkte. Und die zweitplatzierten Warendorfer hatten ohnehin spielfrei.

Somit grüßen die Fußballer am Rande des Dortmund-Ems-Kanals unweit der Schleuse zum Ende des Fußballjahres von der Ligaspitze mit vier Punkten Vorsprung. Kolobaric betitel die Momentaufnahme seiner Mannschaft in Anbetracht der Temperaturen um den Gefrierpunkt und drunter aber eher als „Winter- und nicht Herbstmeisterschaft“.

„Ich dachte, dass ich Gelb bekomme“

Doch bei aller Glückseligkeit hat der Spitzenreiter am Sonntag auch einen gewaltigen Schönheitsfehler erlitten. Kurz nach dem 2:1-Führungstreffer durch SV-Spieler Benjamin Holz, flog Leistungsträger Nils Hönicke nach 73 Spielminuten mit Rot vom Platz – die erste glatte Ampelkarte seiner Fußballkarriere überhaupt. Zuvor war er während seiner Laufbahn nur zweimal mit Gelb-Rot des Feldes verwiesen worden. In seiner Zeit bei RW Ahlen – einmal 2013 bei der 1:3-Niederlage gegen Arminia Bielefeld II am 24. Spieltag der Oberliga Westfale. Und in der Junioren-Bundesliga als U-19-Kicker beim 1:0-Erfolg über den Bonner SC Ende Mai 2011. Das ist aber Vergangenheit.

Für Coach-Kolobaric ist der Ausfall des Ex-Regionalliga-Spielers natürlich ein Schock: „Es war ein Foul, ja. Aber eine Rote Karte? Das geht gar nicht.“ Auch Hönicke selbst hatte mit einer anderen Farbe gerechnet, wie er rückblickend verrät: „Ich dachte, dass ich für das taktische Foul Gelb bekomme.“ Er mache dem Unparteiischen aber keinen Vorwurf, da dieser einen anderen Blickwinkel gehabt habe.

Stadtis werden nach roter Karte kein Problem

Immerhin: Auf die kommende Stadtmeisterschaft wird der gebürtige Gelsenkirchener nicht verzichten müssen. Das bestätigte Staffelleiter Helmut Thihatmar auf Nachfrage der Sportredaktion. Der Vorsitzende der Kreisfußballausschusses Münster sagt dazu: „Für eine Rote Karte im Meisterschaftsspiel kann der Spieler auch nur für denselben Wettbewerb gesperrt werden.“ Wie lange genau Hönicke dem SV Mauritz fehlen wird, ist derzeit noch nicht bekannt.

Das der 29-Jährige dafür bei der Stadtmeisterschaft vom 26. bis zum 30. Dezember auflaufen darf, ist für ihn jedoch nur ein schwerer Trost: „Eine Rote Karte sieht immer doof aus. Ich habe mich auch schon bei der Mannschaft entschuldigt.“ Auch wenn er sich als einen sehr „agilen“ Spieler bezeichnet, hätte es in der Vergangenheit schon deutlich schlimmere Fouls gegeben, für die er aber nur mit Gelb „bestraft“ worden sei.

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