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Basketball: Pro B

Der Baskets-Fluch bei den Spielmachern – Sorgen um Cooper vor Spitzenspiel

Münster

Spitzenspiel am Berg Fidel: Die WWU Baskets erwarten die BSG Sixers, das Farmteam des Basketball-Erstligisten Mitteldeutscher BC. Es ist das Spitzenspiel der Pro B, wenn der Tabellendritte aus Münster den punktgleichen Ligaprimus erwartet. Allerdings bangt Münster um Spielmacher Jojo Cooper.

Alexander Heflik

Mit den Baskets vor einer schweren Aufgabe: Malcom Delpeche Foto: Jürgen Peperhowe

Als ob ein Fluch auf dieser Position bei den WWU Baskets läge: Am Dienstag meldete sich Jojo Cooper vom Training ab, der Ellbogen schmerzte, Übungseinheit unmöglich. Irgendein Schlag, den er sich beim 93:87-Auswärtssieg in Düsseldorf zugezogen hatte, verbreitete verspätet seine Wirkung. Bis Donnerstag war kein Training möglich, vielleicht reicht es dennoch bis zum Heimspiel gegen Spitzenreiter BSW Sixers, glücklicherweise findet die Partie erst am Sonntag um 17 Uhr statt. Cooper hat 24 Stunden damit gewonnen.

Irgendwas ist immer in dieser Saison, wenn es um die Aufbauspieler bei den Baskets geht. Marck Coffin, Neuzugang aus Österreich, fällt bis ins neue Jahr aus. Nico Funks (Schienbeinverletzung) Rückkehr ist nicht terminierbar. Jetzt auch noch Last-Minute-Transfer Cooper angeschlagen. Vielleicht sollte man den jungen Leo Lüsebrink für alle Fälle in Watte packen.

Trainer Philipp Kappenstein ist jedenfalls schon etwas gefrustet: „Wir hatten in den vergangenen zwei Wochen einiges mit Jojo entwickelt.“ Die kontinuierliche Weiterentwicklung kommt an dieser Stelle zum Stehen. Auch Center Kai Hänig (Mittelohr-Entzündung) musste eine kurze Trainingspause einlegen.

So oder so steht am Sonntag ein richtiger Knaller auf dem Programm. Der Ableger von Erstligist Mitteldeutscher BC kommt nach Münster. Und damit der Tabellenführer. „Die werden komplett antreten, ohne einen reinen Busfahrer“, glaubt Kappenstein, und meint damit, dass die erste Garnitur der Sixers die Krallen ausfahren wird, keine Bankdrücker im Kader sind. Und gerade deren Spielgestalter bürgen für Top-Qualität in der Pro B mit Marko Krastanovic, dem 31 Jahre alten Routinier Luca Petkovic und A-2-Nationalspieler Ferdinand Zylka. Eine Herkulesarbeit in der Defensive steht für die Baskets wohl auf dem Programm. Kappenstein fordert: „Alle müssen in so einem Spiel abliefern.“

So wie zuletzt in Düsseldorf, als der Vorjahresmeister der Nord-Staffel erst nach der Pause die Partie drehte und gewann. Und, so der WWU-Coach weiter: „Für uns geht es darum, uns in eine Top-Ausgangsposition zu bringen, weil im Anschluss schwere Auswärtsspiele in Dresden und Iserlohn anstehen.“ Das dürfte ein Schlagabtausch der Extraklasse werden.

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