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Basketball: 2. Bundesliga Pro B

Der Schwelm-Sieg soll den WWU Baskets den „Push für die Saison“ geben

Münster

Die WWU Baskets Münster sind durch ihren Sieg über Schwelm auf den dritten Platz geklettert – und tummeln sich damit in dem punktgleichen sechsköpfigen Verfolgerfeld (alle acht Zähler) hinter Spitzenreiter Bochum. Das zeigt, wie eng die Nordstaffel der Pro B beisammen ist und wie wichtig der vierte Heimerfolg war. Auch wenn dieser erst nach einigen Anlaufschwierigkeiten in die Wege geleitet wurde.

Henner Henning

Malcolm Delpeche hatte offensiv wie defensiv großen Anteil am Erfolg gegen die Schwelmer um Anell Alexis. Foto: Jürgen Peperhowe

Eine ausgeglichene Nordstaffel hatte Philipp Kappenstein vor dem Start der 2. Bundesliga Pro B prophezeit, ein dicht beieinanderliegendes Teilnehmerfeld erwartet. Und der Coach der WWU Baskets Münster liegt damit bislang vollkommen richtig: Hinter dem Spitzenreiter Bochum (zehn Punkte) folgen sechs Teams mit acht Zählern – wenn auch bei unterschiedlicher Anzahl absolvierter Spiele. „Es geht richtig eng zu. Da war unser Sieg wichtig und richtungsweisend“, sagt Kappenstein. Gold wert war das 79:70 gegen den Vizemeister des Vorjahres, den Münster überflügelte und dabei einigen Widerständen erfolgreich trotzte.

Das war die wichtigste Erkenntnis des vierten Heimsiegs. Die Baskets steckten nicht nur die Ausfälle von Cosmo Grühn (sechs Wochen Pause wegen eines Handbruchs) und von Adam Touray (Bänderdehnung im Sprunggelenk) weg, auch die schlafmützige erste Halbzeit korrigierte der Gastgeber im Duell zweier Aufstiegskandidaten. „Es ist gut zu sehen, dass wir auch im Spiel reagieren können“, meint Kappenstein, der zunächst einen „Rückfall in alte Verhaltensmuster“ aufgebracht an der Seitenlinie erlebte. Sein Kapitän Jan König versuchte den Stotterstart der zaudernden Baskets mit dem fehlenden Rhythmus nach dem Spielausfall in Sandersdorf zu erklären. „Das mag ein Ansatz sein“, bestätigt sein Coach, der zudem die „komische Situation vor der Partie“ am Sonntag als möglichen Grund für die Anfangsschwierigkeiten ausgemacht hat. „Wir sind früh morgens auf Corona getestet worden und mussten dann bis zum späten Mittag auf die Schwelmer Ergebnisse warten. Nachdem wir in Sandersdorf ohne Spiel abreisen mussten, war es schwierig, sich richtig einzulassen.“

Niveau einer Spitzenmannschaft

Das gelang mit Verzögerung, dann aber richtig. Die Baskets zeigten in Halbzeit zwei die starke Leistung, die ihnen zwei Wochen zuvor gegen Düsseldorf über 40 Minuten geglückt war. Tempo, Schärfe und Spielwitz waren nun auf dem Niveau einer Pro-B-Spitzenmannschaft. Zu gerne würde Münster diesen „Push für die Saison“ am Sonntag für den dritten Sieg in Serie nutzen. Die Möglichkeit dazu bekommen sie, das Spiel beim ETV Hamburg kann stattfinden. Nach Corona-Verdachtsfällen waren bei den Hanseaten alle Tests negativ. Der Weg ist frei für den ersten Auswärtssieg, mit dem Münster in der engen Tabellen weiter vorne mitmischen will.

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