1. www.muensterschezeitung.de
  2. >
  3. Sport
  4. >
  5. Muenster
  6. >
  7. Der TC Union Münster steigt in die Bundesliga auf – und hat große Ziele

  8. >

Tennis: Regionalliga Herren 30

Der TC Union Münster steigt in die Bundesliga auf – und hat große Ziele

Münster

Acht Spiele, acht klare Siege – das bedeutet unter dem Strich den souveränen Aufstieg. Die Herren 30 des TC Union Münster sind in diesem Sommer durch die Regionalliga marschiert und haben mit ihrer stark aufgerüsteten Mannschaft den Sprung in die Bundesliga geschafft. Und dort will der TCU weiter für Furore sorgen, es stehen höhere Ziele als nur der Klassenerhalt an.

Von Henner Henning

Aufsteiger in die Bundesliga: Die Herren 30 des TC Union mit (v.l.) Foto: TCU

Die Reise begann mit einem kleinen Umweg. Im Sommer 2017 standen die Herren 30 des TC Union Münster vor dem Sprung in die Westfalenliga, ein Sieg fehlte noch zum Aufstieg. Doch die entscheidende Partie verlor der TCU mit 4:5 bei Eintracht Dortmund, Union musste eine Ehrenrunde drehen. Geschadet hat es nicht, ein Jahr später nahmen die Münsteraner um ihren Mannschaftsführer Bastian Kötter dann richtig Schwung auf. Mit den Neuzugängen Lars Hartmann und Viktor Maksimcuk, die vom THC gekommen waren, setzte das Team zu einer Erfolgsgeschichte an, die nun mit dem Aufstieg in die Bundesliga ein neues Kapitel erhielt – und die noch nicht zu Ende geschrieben ist.

68 von 72 Matches gewonnen, 137:13 Sätze, sechs 9:0-Siege, darunter im Derby gegen den THC oder zuletzt – und da schließt sich der Kreis – bei Eintracht Dortmund. Die Bilanz drückt die Dominanz aus, souverän und mit der nötigen, zuvor nicht immer vorhandenen Seriösität – noch in der Vorsaison beendet der TCU sein Spieljahr in der Regionalliga vorzeitig – zog Münster sein Ding durch.

Neuzugänge mit makelloser Bilanz

Mit dem Weltklassen-Akteuren Igor Sijsling (einst die 52 und aktuell die 318 der Welt) aus den Niederlande, dem Rumänen Adrian Ungur sowie den Rumänen Valentin Dimov und Alexander Lazov brachten die erhoffte Qualität ein, gewannen zusammen ihre 25 Einzel ausnahmslos und hatten damit ebenso eine weiße Weste wie Hartmann (8:0) und Maksimcuk (6:0). Einzig Philipp Karwasz (6:2) – im entscheidenden Spiel gegen BW Elberfeld verlor er beim 8:1 sein Match – und Kötter (0:1) gaben Einzelpunkte ab. „Unser Plan ist personell aufgegangen. Aber wir hatte nicht gedacht, dass es so glatt läuft“, sagt Bastian Kötter, der die Erfolgssaison auch dem im vergangenen Oktober verstorbenen Trainer Thomas Heilborn widmete. Dessen Name zierte die Unioner Hoodies.

Der DM-Titel ein Thema?

Nun also Bundesliga, in der Union schon mit dieser Mannschaft eine gute Rolle spielen würde. Doch die Ambitionen sind größer, es darf gerne mehr sein. Die deutsche Meisterschaft? „Die Reise soll noch nicht vorbei sein“, sagt Kötter, der sich schon nach namhaften Neuzugängen umschaut, die dann das zusammenbleibende Team an der Spitze verstärken soll. „Wir wollen Münster mit gutem Tennis und mit der Liebe zu unserem Sport begeistern“, erklärt Bastian Kötter.

Startseite