1. www.muensterschezeitung.de
  2. >
  3. Sport
  4. >
  5. Muenster
  6. >
  7. Ohne Ticket in die Wüste: Münsteraner Utta erlebt sein sechstes Turnier

  8. >

Fußball: WM in Katar

Ohne Ticket in die Wüste: Münsteraner Utta erlebt sein sechstes Turnier

Münster

Detlev Utta ist wieder einmal dabei: Zum sechsten Mal besucht der Münsteraner seit 1990 eine Fußball-WM, allerdings hat er einen Rückflug für den 4. Dezember gebucht. Ein schlechtes Omen?

Detlev Utta (Mitte) aus Münster ist bei der WM in Katar zu Gast. Für den Münsteraner ist es bereits die sechste Teilnahme bei dem Fußball-Großereignis. Foto: privat

Detlev Utta ist ein ausgewiesener Turnierprofi und weit gereister Schlachtenbummler. Der ehemalige Torhüter des 1. FC Gievenbeck kennt nicht nur im Münsterland und in ganz Deutschland nahezu jeden Fußballplatz, der 53-Jährige bestreitet aktuell auch schon seine sechste Fußball-Weltmeisterschaft. Nach den Ausflügen nach Italien (1990), Japan und Südkorea (2002), dem Heimspiel 2006, sowie den Titelkämpfen in Südafrika (2010) und Brasilien (2014) steht in Katar das vielleicht spektakulärste und sicher umstrittenste Turnier – allerdings vor Ort mit den kürzesten Wegen – an.

Zehn Spiele hat Utta bereits besucht und sammelt trotz seiner großen Erfahrung auch viele neue Eindrücke im Wüstenstaat. So wird die Nahdistanz zwischen den Stadien – verbunden „durch hervorragende Metro-Verbindungen“ – mitunter dennoch zum Marathon für die Fans, allein durch das sperrige Labyrinth der kilometerlangen Metallbarrieren. „Vor allem für meine beiden Holzbeine ein Problem“, sagt der Torwarttrainer des VfL Wolbeck mit Blick auf seine verschlissenen Gelenke. Dennoch ist er ständig unterwegs. Die Karten für die Spiele besorgt er vor Ort. „Kein Problem“, wie der Ticket-Experte verrät.

Die WM-Stimmung litt nachvollziehbarerweise etwas unter dem Auftakt-Ergebnis der DFB-Auswahl. Immerhin war Utta schon bei zwei der vier deutschen Sterne-WMs dabei – danach sieht es aktuell eher nicht aus. Vorausschauenderweise hat er einen Rückflug am 4. Dezember gebucht – möglicherweise zeitgleich mit dem deutschen Team.

So lange ist auch Alexander Stritzel vor Ort. Der 47-Jährige aus Ascheberg hat sogar über 20 Spiele auf seiner To-do-Liste und teilt seine Erfahrungen im Wüstenstaat hautnah in einem lesenswerten Blog. Auch Stritzel musste nach der ernüchternden 1:2-Schlappe gegen Japan eine kurze Frustpause einlegen – ist aber ab sofort wieder voll im WM-Rennen.

Startseite
ANZEIGE