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Rad: 16. Auflage des Sparkassen Münsterland Giro

Die Profis nehmen in Telgte Fahrt auf

Münster

Im vergangenen Jahr präsentierte sich der Münsterland Giro in abgespeckter Form, coronabedingt war nicht so viel los wie normalerweise. In diesem Jahr haben sich die Veranstalter etwas Besonderes überlegt: Die Stadt Münster und der Kreis Warendorf machen gemeinsame Sache.

Von Alexander Heflik

Alle wieder vereint, der Münsterland-Giro erlebt einen Neustart: Klaus Richter, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Münsterland Ost, Oberbügermeister Markus Lewe, Landrat Dr. Olaf Gericke und  B Foto: Hannes Roth

Das klang nach Neuanfang, oder auch „Giro reloaded“. Wenn am 3. Oktober die 16. Auflage des Sparkassen Münsterland Giros startet, dann hoffen die Veranstalter nicht nur auf Profi-Sport, Jedermann-Wettbewerbe und Amateurrennen, sondern auch auf viele Zuschauer – und endlich auch ein Rahmenprogramm. Die Stadt Münster und der Kreis Warendorf machen gemeinsame Sache und ließen die Katze aus dem Sack, wo die Profis ihr Rennen aufnehmen werden: in Telgte.

Erstmals ist die Stadt Startort, und Bürgermeister Wolfgang Pieper sagte bei der Präsentation: „Telgte freut sich absolut. Wir sind eine Fahrradstadt.“ Und mit dem Ambiente der historischen Altstadt im Hintergrund würde das ein stimmungsvoller Start des Profi-Wettbewerbs über 202,8 km werden. Und, das fast schon alles entscheidende abschließende Urteil lautete: „Alle Wege, die nach Telgte führen, sind gut.“

Wobei Telgte zwar der Startort für die Berufs-Pedaleure sein wird, Start und Ziel der Jedermannrennen ist aber wie seit Jahren Münster. An der Halle Münsterlang wird die Reise beginnen im „Cup der Sparkasse Münster Ost“ (65 km), dem „Cup der Provinzial Versicherung“ (95 km) sowie dem „Cup der LBS“ (125 km). „Da wären wir am Ende bei rund 5500 Startern“, erklärte Kerstin Dewaldt, Leiterin des Sportamtes der Stadt Münster. Allein bei den drei Jedermannrennen besteht die Hoffnung, das Ergebnis der Vor-Corona-Zeit von 2019 zu erreichen. Das wären rund 4500 Anmeldungen. 160 Profis, 600 Kinder bis 14 Jahre bei den drei so genannten Fette-Reifen-Rennen und noch einmal 100 Kids beim „Girolino“ – es dürfte bei entsprechendem Wetter deutlich über die 5000er Marke gehen.

Die Vorfreude ist riesengroß

„Nach vier Jahren ist die Vorfreude riesengroß“, erklärte Dr. Olaf Gericke, der Landrat des Kreises Warendorf – und setzt gleich eine Eloge auf die Region an: „Die Streckenführung zeigt, wie vielfältig unser Kreis ist: sei es der Profi-Start in Telgte, unsere wunderschöne Parklandschaft, die Beckumer Berge und die Stromberger Schweiz oder die Schlösser und Herrenhäuser am Rande des Kurses.“

Im vergangenen Jahr versuchten sich die Rennveranstalter an einer „abgespeckten Version“, der Zielort wurde nach Nienberge verlegt, „Meet and Greet“ auf dem Schlossplatz gab es nicht, Zuschauer praktisch auch wenige. Aber die Durchführung unter Corona-Bedingungen war den Veranstaltern und Sponsoren wichtig als Zeichen an die Region und auch an die Aktiven. „Wir sind ins Risiko gegen, weil wir uns frühzeitig für eine Austragung entschieden hatte“, sagte der seit vielen Jahren zuständige Renn-Organisator Rainer Bergmann. Das Konzept sei aufgegangen, nun soll wieder das komplette „Giro-Paket“ angeboten werden. Zeit für mehr.

Als die Ex-Profis Fabian Wegmann, der dreifache Deutsche Straßenmeister kommt aus Münster, sowie der Erfurter Ex-Profi Marcel Kittel die Strecken vorstellten, wurde klar: Die Profistrecke hat es in sich. Die Kletterpartien auf den ersten gut 120 Kilometern sind nicht ohne, dann, auf dem Weg nach Münster, dürfte der Wind eine Rolle spielen. Kittel, der als einziger Profi zwei Siege in aufeinanderfolgenden Jahren (2012 und 2013) vor dem Schloss feierte, verspricht ein tolles Rennen: „So oder so, das Münsterland kann sich auf großen Sport freuen.“

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