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Tennis: Bärchen-Cup

Die Stars von morgen sind kaum zu bremsen

Münster

Wenn die bunten Fahnen wehen, geht die Fahrt eventuell übers Meer – so heißt es im alten Kinderlied. Möglicherweise aber ist man auch zu Gast beim Bärchen-Cup in Münster. 27 Landesflaggen bezeugen das internationale Flair dieses Tennis-Jugend-Turniers beim THC Münster.

Von Ansgar Griebel

Gruppenbild mit Sponsoren, Ausrichtern, Organisatoren und vor allem jungen Spielern und Spielerinnen: Am Dienstag wurde beim THC Münster die erste Hauptrunde des Bärchen-Cups ausgespielt. Foto: Ansgar Griebel

Wo ein Wille ist, da ist bekanntlich auch ein Weg. Und weil beim Tennis-Turnier um den Bärchen-Cup so viel geballter Wille bei den Organisatoren und vor allem den jungen Teilnehmern und Teilnehmerinnen vorhanden ist, findet sich ein Weg sogar da, wo Bagger und schwere Räumfahrzeuge den Dingbängerweg nahezu bis zur Unkenntlichkeit aufgerissen haben. Die Anlage des THC Münster ist dennoch bestens besucht und die Tennisstars von morgen sind voller Unternehmungsdrang.

Die Jungs und Mädchen sind aber höflich genug, sich ihre Ungeduld nicht allzu deutlich anmerken zu lassen – dennoch spürte man, dass sie der kleinen Eröffnungszeremonie bestenfalls ihre geteilte Aufmerksamkeit widmeten. Sie zog es zurück auf die Plätze, das Wetter ist gut, die Stimmung passt – und alle haben sich viel vorgenommen für diese sechste Auflage des Bärchen-Cups.

Prinzip "Respekt zeigen"

Am Dienstag standen die ersten Hauptrunden-Spiele des internationalen Jugendturniers an, am Samstagmittag werden bei den zwölfjährigen Mädels und Jungs die Finals ausgetragen. Da Turnierdirektor Dirk Leppen aus eigener Erfahrung und als Leiter der Tennis-Akademie Best-of-Five nur zu gut um die Aufbruchstimmung unter den Zwölfjährigen wusste, hielt er seine Begrüßung kurz und knapp, konnte sich aber einen kleinen pädagogischen Hinweis nicht verkneifen: „Bei diesen Turnieren entwickeln sich Bekanntschaften und Freundschaften, die lange anhalten und sehr tief gehen können“, so Leppen – und die Qualität dieser Beziehungen hänge natürlich sehr vom Umgang miteinander ab. „Dem Gegner in die Augen schauen, Respekt zeigen“, so das zukunftsträchtige Geheimrezept. Spontaner Applaus der jungen Aktiven – sie haben das Prinzip verstanden.

Bürgermeisterin Maria Winkel sprach mit Blick auf die bunten Fahnen an der Balustrade des THC-Clubhauses von „bester Völkerverständigung“ – 27 Landesflaggen sorgen nicht nur optisch für ein buntes Turniergeschehen. „Ich habe gelesen, die Anlage des THC sei die schönste in ganz NRW. Ich würde sagen, mindestens in Deutschland, wenn nicht auf der ganzen Welt“, beendete Winkel ihr Grußwort mit einem Schlusswort, das auch Startsignal war. Die Mädchen und Jungen waren schon auf dem Weg zu den schönsten Plätzen des Globus ...

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