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Basketball: 2. Bundesliga Pro B

Die WWU Baskets glänzen gegen die RheinStars und bleiben daheim unbesiegt

Münster

Das nächste Spitzenspiel am Berg Fidel, der nächste Heimsieg. Die WWU Baskets Münster haben gegen die RheinStars Köln ein weiteres Statement gesetzt. Im Duell des Tabellendritten gegen den Zweitplatzierten vom Rhein gewann das Team von Trainer Philipp Kappenstein 93:71 (51:34) und rücken damit dem Gast auf die Pelle.

Thomas Austermann

Wer hat den Ball? Adam Touray ist im Kampf um das Spielgerät, das auch Stefan Weß haben will. Die Baskets waren unter dem Strich griffiger und überlegen, gewannen so das Spitzenspiel gegen Köln. Foto: Jürgen Peperhowe

Jahreskehraus in Berg Fidel, basketballtechnisch gesehen: Die WWU Baskets Münster blieben im letzten Heimspiel des so schwierigen 2020 in der 2. Bundesliga Pro B gegen die mit Respekt empfangenen RheinStars Köln ihrer zuletzt gefundenen Form und der imponierenden Serie treu. Beim klaren 93:71 (51:34) und dem fünften Heimsieg im fünften Anlauf überzeugte die deutlich größere Teamqualität. Am Mittwoch geht es zu Rist Wedel, danach kann Weihnachten kommen.

Trainer Philipp Kappenstein sah die passenden Momente genutzt, „diese starken Kölner zu brechen“ und lobte „die Mentalität“ des breiten Kaders, der aus seiner Tiefe heraus die gewünschte Stärke entwickelt. „Da kommen dann auch Spieler von der Bank, die den Gegner überraschen können.“

Baues überragt im zweiten Viertel

Eine defensiv enorm aufmerksame erste Fünf nahm das Duell sofort an. Bis zum 13:4 ließen Stefan Weß, der zweistellig punktete und mit zehn Rebounds überzeugte, und Kollegen alleine Treffer des Kölner Aufbauspielers Vincent Golson zu. Die variable und gut aufeinander abgestimmte Abwehr dominierte, dann fand der Aufsteiger vom Rhein bessere Lösungen – etwa durch den Ex-Basketsspieler Marco Porcher (zwei Dreier), der die Gäste erstmals in Führung brachte (18:17).

Die Partie war ausgeglichen, mit 20:20 gingen die Teams ins zweite Viertel – und das stand ganz im Zeichen von Helge Baues. Vier erfolgreiche Versuche von jenseits der Dreierlinie sowie zwei Freiwürfe schoben seine Baskets bis zum 35:22 mächtig an. Die Kölner waren beeindruckt von der Defensive, die zupackte, bissig war. Ganz klar, Abschnitt Nummer zwei war Münsters beste Phase in diesem Topspiel. Auf den ersten Zwischenspurt folgte kurz vor der Pause der zweite: Der stark aufspielende Jasper Günther, der defensiv Kölns Golson intensiv bearbeitete, mit sechs Punkten plus je ein Korberfolg von Weß und Adam Touray bescherten dem Tabellendritten bis zum 51:32 einen beruhigenden und im Nachhinein vorentscheidenden Vorsprung.

Touray muss verletzt raus

Der bedeutete allerdings kein Ruhekissen, ein Selbstläufer war diese hohe Führung keineswegs. Denn die Rheinländer steckten nicht auf und fanden vermehrt den Weg unter den Baskets-Korb. Kölns große Garde um Yannick Kneesch und Florian Wendler nutzten jetzt Freiräume. Das Viertel ging 21:16 an die Gäste, die sich nach den beiden Golson-Freiwürfen zum 59:69 auf einmal wieder herangepirscht hatten.

Trotz hoher Foulbelastung der langen Baskets und dem verletzungsbedingten Ausscheiden von Adam Touray – der Center knickte beim Defensivrebound um – griffen sich die Baskets das Schlussviertel. Günther führte Regie und traf. Dann holte Jan König aus, setzte zwei Dreier und entnervte die Kölner, die zu sehr auf ihren besten Mann bauen mussten. „Wir haben es bestens zu Ende gespielt“, sagte Kappenstein nach dem letzten Spurt ins Ziel. Der erstmals eingewechselte Youngster Benedikt Christophel wurde frei gespielt zum Drei-Punkte-Wurf und setzte den krönenden Schlusspunkt.

Baskets-Punkte: Coffin (17/1), Günther (15/1), Baues (14/4), Weß (12/1), Touray (9), J. König (8/2), Delpeche (7), Reuter (5/1), Christopel (3/1), A. König (2), Pahnke (1)

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