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Fußball: Westfalenliga

„Die Zeit war lehrreich und wertvoll“

Münster

Viele Spieler besser gemacht, unter der Pandemie gelitten: Christian Hebbeler hat mit dem TuS Hiltrup Höhen und Tiefen erlebt. Am Montag hat er seinen letzten Arbeitstag beim Westfalenligisten.

Von Wilfried Sprenger

Blick zurück: Foto: Wilfried Hiegemann

Nach drei Jahren schließt sich der Kreis für Christian Hebbeler. Im Derby beim 1. FC Gievenbeck am Pfingstmontag trägt der Trainer des TuS Hiltrup zum letzten Mal Verantwortung beim Westfalenligisten. Unser Redaktionsmitglied Wilfried Sprenger sprach mit dem B-Lizenz-Inhaber.

Zwei Spielzeiten wurden abgebrochen, jetzt geht es normal zu Ende. Wie fällt Ihre Bilanz nach drei turbulenten Jahren aus?

Hebbeler: Ich hätte gern mehr erreicht, aber Corona hat uns nicht in die Karten gespielt. Das ist ein bisschen ärgerlich, weil wir in den abgebrochenen Spielzeiten gute Chancen hatten, in die Top 3 zu gelangen.

Die aktuelle Saison wird der TuS nun im vorderen Mittelfeld abschließen. Zufrieden?

Hebbeler: Ja, das ist okay. Wir haben im vergangenen Sommer sieben Stammkräfte verloren, da war klar, dass wir nicht vorn angreifen konnten. Die Jungs haben das gut gemacht und waren ganz nahe am Sieg im Kreispokal. Den hätte ich zum Abschluss meiner Tätigkeit wirklich gern gewonnen.

Ihre Jungs doch sicherlich auch ...

Hebbeler: Ja, natürlich. Da sind einige zuletzt wirklich auf dem Zahnfleisch gekrochen und haben Schmerztabletten genommen, um sich in den Dienst der Mannschaft zu stellen. Trotz einer extrem angespannten Personalsituation haben wir in den letzten zehn, zwölf Woche sehr gut gespielt und sehr gut gepunktet. Deshalb hätte diese Truppe den Pokal verdient gehabt.

Eine ganze Reihe Ihrer Schützlinge sind aus unterklassigen Vereinen zum TuS gestoßen ...

Hebbeler: ... das ist der Hiltruper Weg! Dass es uns gelungen ist, in den drei Jahren viele Spieler besser zu machen und sogar zu Leistungsträgern in der Westfalenliga ausgebildet zu haben, macht mich auch ein Stück weit stolz.

Sie sollen überrascht gewesen sein, als Sie vor drei Jahren in Hiltrup den Zuschlag bekommen haben ...

Hebbeler: Das ist richtig, es gab ja wohl noch andere Kandidaten mit einer vielleicht längeren Vita. Ich bin sehr dankbar dafür, dass mir der Verein von Anfang an maximales Vertrauen geschenkt hat. Am Ende hoffe ich, dass ich niemanden enttäuscht habe.

Was kommt nach Hiltrup?

Hebbeler: Aktuell nichts. Ich merke, dass mir die Power für etwas Neues fehlt und ich eine Auszeit brauche, um neue Kraft zu tanken. Zunächst einmal werde ich Urlaub machen. Dafür hatte ich im Juni oder Juli schon zwölf oder 13 Jahre keine Zeit mehr.

Und dann?

Hebbeler: Niemand muss sich Sorgen machen, dass mir langweilig wird.

In Hiltrup sind Sie schon nach dem letzten Heimspiel verabschiedet worden. Gibt es noch einen Ausstand mit der Mannschaft?

Hebbeler: Nach dem Spiel am Montag in Gievenbeck werden wir definitiv zusammenkommen und noch ein paar Kaltgetränke zu uns nehmen. Da ist dann auch eine Gelegenheit, um bei allen noch einmal Danke zu sagen. Meine Zeit in Hiltrup war lehrreich und wertvoll.

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