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Rudern: Trainingslager in Würzburg

Diening bleibt am Ruder und setzt Kurs auf Paris 2024

Münster

Tokio ist abgehakt, Schanghai abgesagt – die Saisonhöhepunkte des Jahres schienen für Manuela Diening greifbar, waren am Ende aber doch unerreichbar. Stattdessen richtet sich der Fokus der Para-Ruderin schon jetzt auf die bevorstehende Saison und auch auf die Paralympics 2024.

-ag-

Die Idylle trügt ein wenig. Nach dem kurzen Stopp fürs Foto vor dem Würzburger Schloss, ging es für Manuela Diening wieder mit hundertprozentigem Einsatz zurück ins Training. Foto: Sebastian Fuchs

Den ersten Saisonhöhepunkt hat Manuela Diening aus knapp 10 000 Kilometer Entfernung verfolgt, der zweite wurde ersatzlos gestrichen – das so vielversprechende Saisonfinale ist für die Para-Ruderin des RV Münsterplötzlich vergleichsweise ereignislos verstrichen. Bei den Paralympics in Tokio erhielt Konkurrentin Silvia Pille-Steppat in letzter Instanz den Vortritt, die für Oktober terminierten Para-Weltmeisterschaften in Schanghai stehen am Ende einer lange Liste von Veranstaltungen, die – noch – der Corona-Pandemie zum Opfer fielen.

Blick nach vorn

Doch Trübsalblasen zählt nun wahrlich nicht zu den Leidenschaften der 29-Jährigen. Sie blickt nach vorne – jetzt eben mit etwas mehr Weitsicht. Ohnehin hatten die Karriereplanungen der Spätstarterin, die erst 2019 mit dem Rudern begann, keine Stationen in Asien vorgesehen – irgendwo stand da allerdings eine vage Vision von Paris 2024 im Raum. Dass Tokio und Schanghai so plötzlich doch in Reichweite gerückt waren, zeigt die rasante Entwicklung Dienings auf dem Wasser.

Paris mehr als nur eine Vision

Längst ist aus dem Traum von Paris eine seriöse Zielsetzung geworden – die Vorbereitungen sind in vollem Gange. Aktuell ist die Münsteranerin mit Trainer Sebastian Fuchs in Würzburg auf dem Main im Einsatz. Beide hatten diese Woche ohnehin als Vorbereitung für die Para-WM fest eingeplant – die WM fällt aus, das Trainingslager nicht. Stattdessen ist Grundlagenarbeit angesagt, sowohl an der Rudertechnik als auch an der Technik im Boot. Ein neuer Sitz wurde entworfen und eingebaut – mit niedrigerer Rückenlehne und besserer Kraftübertragung. Es geht also weiterhin voran für Manuela Diening, die in der kommenden Woche in Köln die nächsten wichtigen Schritte Richtung Paris auch auf der Regattastrecke auf dem Fühlinger See in Köln dokumentieren will.

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