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Fußball: Westfalenliga Frauen

Drei Tore von Paula Funcke beim Derby-Sieg von Wacker gegen Ostbevern

Münster

Das Derby war eine eindeutige Angelegenheit. Wacker Mecklenbeck schlug in der Frauen-Westfalenliga den BSV Ostbevern mit 3:0 und feierte die Dreifachtorschützin Paula Funcke. Doch es gab auch eine dreifache Vorbereiterin.

Von Michael Schulte

Wacker-Spielerin Hannah Geldschläger (l.) hat den Ball sicher und gibt ihn nicht wieder her. Ostbeverns Frieda Kemper drängt vergebens. Foto: Jürgen Peperhowe

Frage: Was ist ein Traumjob im Amateurfußball? Antwort: Schiedsrichter bei den Damen. Da wird keine Entscheidung kritisiert, da gibt es kaum Fouls, keine Nickeligkeiten, fast nie ein lautes Wort, allenfalls Lob. Da wird nicht getreten, gespuckt, gemotzt, da wird das Trikot nicht getestet, und da braucht es auch keine schauspielerischen Laiendarsteller. Da herrscht einfach eitel Sonnenschein, es wird nur Fußball gespielt. Und das bedeutet für den Referee, dass er ungestört seines Amtes walten kann.

Neben der Spielleitung fand Philipp Romahn am Sonntag beim Derby in der Frauen-Westfalenliga zwischen Wacker Mecklenbeck und dem BSV Ostbevern, das der Gastgeber 3:0 (3:0) gewann, so viel Zeit, um akribisch „den Innenraum freizuhalten“. Da durfte gerade noch der Torwarttrainer der Gastgeberinnen seinen Job verrichten, aber nicht ein Kleinkind seinen Fuß unter der Absperrung hervorlugen lassen. Sofort war der Mann in Grün-Schwarz zur Stelle. „Wir sind dazu angehalten“, entschuldigte er sein penibles Vorgehen. Gleich dreimal schritt er ein.

Funcke dreimal von Dircks eingesetzt

Apropos dreimal. Das traf auch auf Paula Funcke zu, die für ihre drei Treffer vor der Pause ganze neun Minuten benötigte. Als Linksaußen aufgeboten, war sie in bester Torjägermanier in der 32., der 37. und der 43. Minute zur Stelle, jeweils auf Vorarbeit der agilen Kristin Dircks. Hattrick heißt das in der Fußballersprache, auch bei den Frauen. Natürlich war das die Vorentscheidung. Und weil sich im zweiten Abschnitt nichts Nennenswertes mehr ereignete, blieb es dabei. Ein wenig überraschend kam das schon alles. Denn Ostbevern war als amtierender Westfalenliga-Zweiter angereist. Aber angesichts der Tatsache, dass die Gäste so gut wie keine Torchance herausspielen konnten, kamen sie für etwas Positives eigentlich nie in Frage.

„Wir wollten nach der Niederlage gegen Ibbenbüren Wiedergutmachung betreiben. Und ich denke, das ist uns gelungen. Wir haben sicher mit Ball agiert und gut gegen den Ball gearbeitet. Und wir haben uns im ersten Abschnitt die sichere Führung ehrlich erarbeitet. Ich bin sehr zufrieden“, sagte ein erleichterter Trainer Felix Melchers. Dem Schiedsrichter attestierte er ebenfalls eine gute Leistung, worauf dieser nur abwinkte: „War doch nichts zu tun.“ Traumjob, eben.


Wacker:
Krützmann – Krieger (82. Theobald), Selle, Schipke, Hutter (68. Bezhaev) – Funke, Faber (68. K. Große-Scharmann), Haack (59. Geldschläger) – Dircks, Kesse, Funcke

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