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Reiten: Dressurtage am Aasee

Premiere für Harrods und die Erinnerung an Wellington

Münster

Die Dressurtage am Aasee überraschten mit Temperaturen wie in Florida. Frederic Wandres und seinen Wallach Harrods störte das nicht, sie waren bestens vorbereitet auf die Hitze.

Von Henner Henning

Frederic Wandres und Harrods setzten zum Abschluss der „Dressurtage am Aasee“ den Höhepunkt im Grand Prix. Foto: Ruth Höping

Wie auch Michael Klimke verbrachte Frederic Wandres die ersten Wochen des Jahres in Wellington beim Global Dressage Festival. Und die Erfahrung dort unter der Sonne Floridas machte sich sein neunjähriger Wallach Harrods zum Abschluss der „Dressurtage am Aasee“ zunutze, er gewann bei locker über 30 Grad den Drei-Sterne-Grand-Prix. „Mit Sicherheit fühlte sich die Temperatur für ihn ein bisschen wie eine Erinnerung an die letzte Wellington-Saison an“, betonte Wandres.

Es war für Harrods eine Premiere, erstmals überhaupt bestritt er einen Grand Prix – und das gleich mit Auszeichnung. Genau 74 Prozent erhielt der doppelte deutsche Vizemeister für seinen Ritt und war damit mehr als zufrieden. Auf Rang zwei folgte der Spanier Manuel Dominguez Bernal, der im Sattel von Quentino mit 71,300 Prozent schon einen größeren Abstand hatte. Dritter wurde Young-Shik Hwang (Südkorea) mit Kasper (69,333 Prozent).

Klimke: "Drehen an ein paar Schrauben"

„Das war schon guter Sport“, sagte Klimke vom gastgebenden RV St. Georg Münster – und das galt nicht nur für den Grand Prix. Den Intermedi­aire II entschied Charlott-Marie Schürmann mit Absinth (72,281 Prozent) für sich, Sabrina Geßmann (RFV Nienberge-Schonebeck) belegte mit Rockyna und 70,210 Prozent Rang drei. Und die abschließende After-Work-Prüfung der schweren Klasse gewann Svenja Limberg (RFV Han­dorf-Sudmühle) mit Riley (70,357 Prozent).

DM: Roberg und Busacker vorne dabei

Es war ein gelungenes Ende der Late-Entry-Serie, die der RV St. Georg nun zum dritten Mal organisierte – und für die es erneut Lob von den Reitern gab. „Die Resonanz war positiv. Wir sind sehr zufrieden und freuen uns, dass wir es gemacht haben“, sagte Klimke. Dass die Starterfelder trotz guter Nennzahlen zum Teil etwas kleiner ausfielen, „bereitete uns keine schlaflosen Nächte“. Dennoch werde das Organisatoren-Team aus dem Verein an ein „paar Stellschrauben drehen“ und das „sportliche Angebot im Kern“ nicht verändern.

„Vielleicht werden wir die Dressurtage ein wenig komprimieren“, sagte Klimke, der zudem über die Wiederaufnahme von Qualifikationen zum Bundeschampionat oder Sichtungsprüfungen für Junioren/Junge Reiter nachdenkt. All diese Gedankenspiele aber werden Bestandteil der Nachbetrachtung sein.

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