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Fußball: Junioren-Westfalenliga

„Ein Riesenprivileg“: Gievenbecks U 17 trotz Niederlagenserie optimistisch

Münster

Bislang hat die U 17 des 1. FC Gievenbeck alle Spiele verloren. Von Frustration ist bei der Mannschaft allerdings wenig zu spüren, zu sehr überwiegt die Freude, in einer so hohen Liga wie der Westfalenliga vertreten zu sein.

Kapitän Romain Jörling (l.) hat mit Gievenbecks U 17 noch keinen Punkt geholt – dennoch herrscht keine Tristesse. Foto: Torsten Maas

Neun Spiele – neun Niederlagen, 4:29 Tore. Auf dem Papier liest sich das, was die U 17 des 1. FC Gievenbeck bislang an Ergebnissen geliefert hat, wie eine Horrorbilanz. Doch unzufrieden ist trotz der Ergebniskrise niemand so wirklich, zu sehr überwiegt das Glück, in der Westfalenliga vertreten zu sein. Es ist erst das zweite Jahr überhaupt für die Gievenbecker in der zweithöchsten deutschen Spielklasse. „Das ist ein Riesenprivileg gegen diese Top-Gegner spielen zu dürfen, wir genießen die sportliche Herausforderung“, sagt ­B-Jugend-Trainer Torsten Maas, der die Mannschaft mit Leander Stallmeyer und Tom Stoffmehl leitet.

Ergebnisorientiert sei das Team sowieso ehr nicht, meint Maas, es gehe um eine spielerische Weiterentwicklung – und die sei durchaus erfolgreich, findet er. Seine Jungs sollten das Rüstzeug für die zweite Saison bei den B-Junioren erhalten, Luis Albers und Till Höfling aus dem jüngeren Jahrgang hebt Maas hier als Musterschüler hervor. Der spielerische Ansatz ist wichtig, von hinten wird flach her­ausgespielt, mutig soll gekickt werden. Das kann dann auch mal in die Hose gehen, so geschehen am Wochenende, als Gievenbeck mit 0:6 dem VfL Bochum II unterlag.

Deutlich war es nur selten

So deutlich wie in diesem Spiel war es selten, häufig erschien es eher so, als hätte sich alles gegen die Mannschaft des FCG verschworen. Mit einer tollen Aufholjagd gegen den SC Paderborn machte das Team aus einem 0:2 ein 2:2 – und kassierte in der Nachspielzeit noch das bittere 2:3. Im Derby gegen Preußen Münsters U 16 hätte der FCG, so Maas, nach einer starken ersten Hälfte locker führen können, vor dem Kasten versagte den Gievenbeckern aber die Nerven – in der zweiten Hälfte spielten die Adlerträger dann groß auf. 0:2. „Es fühlt sich ein bisschen so an, als hätten wir schon alle Negativszenarien durchgespielt“, sagt Maas.

Niederlage um Niederlage schlucken – das kann für junge Menschen frustrierend sein. „Wir sind schon niedergeschlagen, aber nicht wegen der Leistung, sondern weil wir es einfach nicht schaffen, uns zu belohnen“, erklärt Maas. Vor allem nach einer Saison wie der vergangenen: Im damals noch jüngeren Jahrgang pflügte das Team als U 17 II nur so durch die Bezirksliga und stieg mit nur einer Niederlage souverän auf. Jetzt der komplette Gegenentwurf. „Es ist natürlich schwierig, die Ergebnisse als positiv abzustempeln. Ich glaube aber, dass wir im Nachhinein einiges daraus lernen“, so Maas, der sich auch im Falle eines Abstiegs keine Sorge um die Entwicklung macht: „Unser Teamgeist ist weiterhin super.“

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